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SUZEN’S GARDEN - Stronger!

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Artist SUZEN’S GARDEN
Title Stronger!
Homepage SUZEN’S GARDEN
Label SONIC REVOLUTION
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“Stronger!” heißt die neue Langrille von SUZEN’S GARDEN aus Wolfsburg. Die Truppe um Sängerin Suzen verspricht ein neues Album und einen neuen Sound – lauter, ehrlicher und emotionaler soll’s sein als bisher. Da mit das Quartett bislang nicht untergekommen ist, kann ich nicht beurteilen, ob es sein Gelöbnis denn auch eingehalten hat, zumindest kann ich sagen, dass es sich bei den vorliegenden neun Songs um die erste Hälfte eines Doppelalbums handelt, ob darauf die Welt jedoch ganz dringend wartet, ist eher unwahrscheinlich.

Keine Frage, SUZEN’S GARDEN machen handwerklich ordentliche Musik, aber weder der eröffnende Titeltrack, der immerhin eine gute Portion Schmackes mitbringt, noch der nachfolgende Schmachter „Dark Silence“ würde ich wie im Promo-Waschzettel beschrieben mit „zur Seite geschobenen Standard-Harmonien“ und „außergewöhnlichen Arrangements“ in Verbindung bringen. Die progressiven Einflüsse, die hier genannt wurden, habe ich lange vergeblich gesucht, was aber auch nicht weiter schlimm ist, da ich nicht annehme, dass die Zielgruppe des SUZEN’S-GARDEN-Sounds zur Prog-Rock-Gemeinde zählt. Ein gut gelauntes „Get Onto The Bus“ passt vielmehr zum Bier auf dem Stadtfest und da kann dann auch mal zu „Change of Times“ gekuschelt werden. Die angekündigten lauten Gitarren sind zumindest beim etwas lahmen „Sometimes“ nicht mit von der Partie. An dieser Stelle ist vielleicht extra eine kleine Spannungslücke gelassen worden, damit man nichts verpasst, wenn man sich mal eben was zu essen holt. Immerhin verbreitet „Moving Lines“ eine gewisse Fröhlichkeit, bevor „Never Leave Your Home“ dann wohl die progressive Schiene bedienen soll. Okay, auch wenn es sich ein kleines bisschen nach PINK FLOYD anhört, wird ein echter Fan dann doch eher zur nächsten Cover-Band seiner Idole weiterschlendern, die es auf dem besagten Stadtfest vermutlich auch irgendwo gibt. Kommen wir lieber zu der Nummer, die ob ihrer 7:15 Minuten Spielzeit wahrscheinlich das Prädikat „episches Ausmaß“ erhalten hat. Die Rede ist von „One More Fucking Time“, das zumindest die stimmlichen Qualitäten der Gartenbesitzerin ins rechte Licht rückt. Ein „Lovesong“ darf ja nie fehlen, an dieser Stelle fällt selbiger sogar recht schwungvoll aus, der große Durchbruch wird damit allerdings auch nicht mehr gelingen.

Sorry, irgendwie bringe ich Wolfsburg nicht wirklich mit etwas anderem als VW in Verbindung. Und so wie ein Golf solide, aber irgendwie auch langweilig und austauschbar ist, bleiben auch SUZEN’S GARDEN mit „Stronger!“ eher blass und ohne Wiedererkennungswert. Sicherlich war der Vierer mit viel Herzblut bei der Sache, ähnlich wie seine Heimatstadt am Reißbrett geplant wurde, wirkt leider auch die Musik. Es fehlt der Kick, der mich hinhören lässt; wenn eine beliebige Familienkutsche wie ein Passat vorbeifährt, guckt ja schließlich auch keiner.

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