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SVARTSINN - Traces Of Nothingness

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Artist SVARTSINN
Title Traces Of Nothingness
Homepage SVARTSINN
Label CYCLIC LAW
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Schon wieder eine Dark Ambient-Veröffentlichung aus Skandinavien! Und wieder veröffentlicht über die kanadische Plattenschmiede Cyclic Law. Letztere gilt ja mittlerweile unter Die Hard-Fans als das „bessere“ Cold Meat Industry-Label. Soweit würde ich zwar nicht gehen, da das musikalische Spektrum um Roger Karmanik größer ist und man einem Original nicht so einfach ans Bein pissen kann. Festzustellen ist aber, daß Herr Frédéric Arbour so manch heißes Eisen für Freunde dunkler Ambientklänge im Stall hat.

Doch zurück zu SVARTSINN und ihrem neuen Album „Traces of Nothingness“. Liedtitel wie „Through apathetic Eyes“, „All Colours are fading“ oder auch „…but the Fire burns no more“ sowie die sehr dunkle, fast durchgehend schwarze äußere Gestaltung der Scheibe machen dem Hörer klar, woher der Norweger seine Inspiration zu ziehen scheint. Es sind wohl erneut die langen Winternächte, die eine innere und äußere Kälte im Künstler hervorzurufen scheinen, die er in der urbanen und ruralen Isolation in Norwegen nur in Musik zu verarbeiten vermag. Hier liegt dann vielleicht auch, analog zur nie endend wollenden Welle nordischer Death und Black Metal-Gruppen, die Erklärung zur Masse dunkler Klangkünstler aus dem nordischen Subkontinent. Dies könnte „Traces of Nothingness“ der Gefahr aussetzen, in der Masse der Veröffentlichungen unterzugehen. Man kann das SVARTSINN nicht wünschen. Denn auch wenn die vorliegende Platte nichts Neues oder Originelles bietet, transportiert sie doch spürbar ehrliche Emotionen seelischer Entrücktheit und innerer Verfremdung. Immer wiederkehrende Motive geben dem Album auf schon fast klassische Art und Weise den berühmten roten Faden, der den Hörer an der Hand nimmt und seine Aufmerksamkeit nicht in andere Welten abgleiten läßt. „Treaces of Nothingness“ ist beileibe kein Album zum nebenbei hören.

Den sieben SVARTSINN-Titeln ist als Bonuslied eine NORTHAUNT-Verarbeitung des SVARTSINN-Stückes „Form is Emptiness“ angefügt. Mit diesem Stück war der Künstler auf dem „A final Testimony“-Gemeinschaftstonwerk vertreten. NORTHAUNT nennen das Stück „Emptiness is Form“ und lassen dezent ihre eigene Handschrift in das Werk fließen.

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