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SWEDISH HITZ GOES METAL - Swedish Hitz Goes Metal Vol. II

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Artist SWEDISH HITZ GOES METAL
Title Swedish Hitz Goes Metal Vol. II
Homepage SWEDISH HITZ GOES METAL
Label DOOLITTLE GROUP
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Alben, die die Welt nicht braucht, die aber trotzdem Spaß machen. Unter dieser Bezeichnung könnte man das vorliegende Werk verkaufen. Was klingt wie ein Sampler von diversen Metalbands, die sich verschiedenster schwedischer Klassiker annehmen oder einheimischer Kapellen, die ihre eigenen Songs neu interpretieren, ist in Wahrheit eine einzige Coverband, die nach Lust und Laune das in Metal verwandelt, was kein Metal ist. Da sind sie nicht die ersten und nicht die letzten. Aber lasst mich sagen, auf Partys kommt so was immer gut an. Da kann dann jeder beherzt mitsingen, sich mitunter über das Original lustig machen, wieder was Eigenes draus zaubern… die Möglichkeiten sind unbegrenzt.

Wie man am Titel „Volume II“ erkennen kann, ist dies hier nicht die erste Song-Sammlung von SWEDISH HITZ GOES METAL. Die erste erschien 2011, mit dem gleichen Design, nur in einer anderen Farbe und mit 14 Titeln, die zur Hälfte von den Superstars ABBA stammen. „Volume II“ nimmt in dieser Hinsicht keine Veränderungen vor: 7 von 12 Liedern sind ABBA-Werke. Es sind nicht zwangsweise dieselben wie im Musicalhit „Mamma Mia“, zum Teil überschneidet sich das aber. Logo, Klassiker wie „Dancing Queen“ oder „Take A Chance On Me“ dürfen nicht fehlen. Schon bei „Mamma Mia“ meinten viele Kritiker, die Songs von ABBA seien durch nichts kaputt zu kriegen. Ob seichte Sommerunterhaltung mit Schauspielern, denen das Singen neu war oder ambitionierte Musikfreunde aus Skandinavien, denen das ewig gleiche Popgedusel zu langweilig wird – ABBA sind für alle da. Kein Wunder, dass „One Of Us“ und „Voulez-Vous“ die unbestreitbaren Highlights von „Volume II“ darstellen. Die beiden Nummern sind wie gemacht für Schlagzeug und Gitarre. Dann noch ein solider Sänger… ja, kann man als eigene Werke durchgehen lassen. „Alive“ von DA BUZZ ist auch nicht schlecht. Das Original ist sogar ziemlich fad gegen das hier, die Power fehlt eben. Dieses Werk fügt sich perfekt in die Stimme von Tommy ein, der nicht einmal versucht, modern zu klingen, sondern mit voller Absicht die „guten alten Zeiten“ wieder aufleben lassen will. Das hat schon was von THE DARKNESS finde ich. Neben „All About The Money“ von MEJA und „My Favorite Game“ von THE CARDIGANS (fast schon klischee-Metal, wie er nur aus Europa kommen kann), gibt es noch den Eurovision Songcontest Megahit “Euphoria” in der Hardcoreversion. Die Synthiesounds sind ein Hit für sich.

Ich glaube, wenn man diese Band, die – wie das im Metal so üblich ist – ihren Namen richtig schön falsch schreiben muss, nicht zu ernst nimmt (und ich glaube, das tun sie selbst nicht), ist es eine wundervolle kulturelle Bereicherung, die die Eintönigkeit aus jedem Musikstil herausnimmt und endlich mal vermitteln könnte, dass gute Songs Genre-unabhängig sind. Dafür sollte man sämtlichen Crossover-Coverbands der Welt ein riesiges Dankeschön sagen. DANKE!

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