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SWORN ENEMY - As real as it gets

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Artist SWORN ENEMY
Title As real as it gets
Homepage SWORN ENEMY
Label ELEKTRA/ WARNER MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Man muss sich nur mal die Internetadresse der Jungs anschauen, um das Selbstverständnis dieser Truppe zu ergründen: SWORN ENEMY NYC! Keine Kompromisse, keine Gefangenen und auch keine allzu differenzierte Weltsicht. Der 11. September hat ihnen weiteren Nährboden gegeben, in ihrem Hass auf die ungerechte Welt(politik). Dabei gehen ihre Wurzeln zurück in die 90er, als man mit den Bands aufwuchs, die man heute ganz klar als Einfluss heraushören kann. Nachdem man unter dem Namen MINDSET eine Single herausbrachte, hatte man kurze Zeit später Glück, den richtigen Gönner zu finden. Bein einer gemeinsamen Show war HATEBREED-Shouter Jasta so beeindruckt, dass er die damals aktuelle EP „Negative Outlook“ auf seinem eigenen Label „Stillhorn Records“ herausbrachte. Er produzierte dann auch das aktuelle Werk, wobei er sehr viel Wert darauf legte, die ungeschliffenen Ecken und Kanten herauszustellen, anstelle sie zu domestizieren.

Metalcore ist die grobe Schublade, in die man das Quintett einsortieren kann. Es wird gerifft, gegroovt und gegröhlt, ohne Unterlass. Dabei entwickelt man einen angenehm anachronistischen Früh- 90er-Charme, als Bands wie BIOHAZARD, SICK OF IT ALL oder PANTERA ihre Blütezeit hatten. Nur nicht zu kompliziert werden, dafür muß der Moshfaktor stimmen, dem man in vielen Midtempoparts huldigt. Das Titelstück oder auch „Innocence Lost“ besitzen das gewisse Etwas, was z.B. in Alternative Discos zu unkontrollierbaren Bewegungen führen könnte. Der Sänger mit dem wohlklingenden Namen Sal LoCoco (hört sich etwas nach einem Papagei an) schreit auf recht unkonventionelle Weise, die einem Mann sehr ähnelt: Jörg Holzhauer von den Westfalen SUICIETY, die vor Jahren mal eine CD herausbrachten. Unwissenden sei gesagt, dass es eine Art hohes hysterisches Kreischen ist, kurz vor der Nervgrenze, aber insgesamt in Ordnung. Hin und wieder monologisiert er auch vor sich hin wie Mike Muir von den SUICIDAL TENDENCIES.

Auf der CD befindet sich auch ein Bonus in Form eines Videos zum Song „Sworn Enemy“ sowie 4 unveröffentlichte Live-Tracks und ein „Behind the Scenes“, was den Wert sicherlich nicht schmälert. Eine gutklassige Scheibe, die eine Brücke zwischen „Old School“ und „Nu Metal“ schlägt, und dabei eher auf Credibility denn auf Innovation setzt. Aber das erwartet wohl auch keiner von einer Metalcore-Formation aus New York City…

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