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SYLOSIS - Monolith

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Artist SYLOSIS
Title Monolith
Homepage SYLOSIS
Label NUCLEAR BLAST
Leserbewertung
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7.8/10 (10 Bewertungen)

Mit ihrem dritten Album präsentieren SYLOSIS ihren Fans im wahrsten Sinne des Wortes einen „Monolith(en)“ – denn nur zwei der insgesamt elf Tracks bewegen sich unter der Fünf-Minuten-Marke. Hinzu kommt, dass die Briten erneut ein musikalisch komplexes Werk erschaffen haben, das für so manchen Thrash-Puristen ähnlich schwer verdaulich sein dürfte, wie der titelgebende Einheitsstein. SYLOSIS sprechen vielmehr Fans des modernen Thrashs an – wie er etwa von LAMB OF GOD oder AS I LAY DYING gespielt wird.

Die insgesamt sechste Veröffentlichung (die beiden EPs und eine Live-Scheibe mitgerechnet) der Jungs aus Reading beinhaltet alle Trademarks der Band, die sie für Hörer des anspruchsvolleren/ progressiven Thrashs in den Jahren seit ihrer Gründung zu einer festen Größe haben werden lassen. Neben alten Thrash-Einflüssen aus der Bay Area, integrieren SYLOSIS auch modernere Elemente im Stile von KILLSWITCH ENGAGE in ihren Sound. Die Bandmitglieder zeigen auf „Monolith“ nicht nur, dass sie an ihren Instrumenten wahre Könner sind, sondern auch, wie man fesselnde Songs mit hohem Wiedererkennungswert schreibt. Die Lieder zeichnen sich durch eine hohe Dichte an epischen Elementen aus, die immer wieder durch typisches Thrash-Riffing aufgebrochen werden. Zum Teil verbinden SYLOSIS auf „Monolith“ ihren modernen Sound auch mit melodischem Death Metal und erinnern mich dabei aufgrund der Atmosphäre, die sie kreieren, in manchen Momenten an alte OPETH („Behind The Sun“). Produktionstechnisch wurde dem Silberling von Romesh Dodangoda (u. a. MOTÖRHEAD, BULLET FOR MY VALENTINE, FUNERAL FOR A FRIEND) in den Monnow Valley Studios (BLACK SABBATH, JUDAS PRIEST, RUSH) ein druckvoller und klarer Klang verpasst.

Ein großes Manko, das auch schon den Vorgänger „Edge Of An Earth“ (2011) auszeichnete, gibt es leider auch auf „Monolith“ – der eher eintönige Brüllgesang von Josh Middleton. Dieser hat seit dem Ausstieg des ehemaligen Sängers Jamie Graham die Doppelbelastung von Leadgitarre und -gesang auf sich genommen. Natürlich gibt es sehr viel schlechtere Sänger, aber die Musik von SYLOSIS käme für meine Begriffe mit abwechslungsreicherem Gesang noch besser zur Geltung. Abgesehen davon ist die Platte aber über jeden Zweifel erhaben und wächst mit jedem Durchlauf. Dabei überzeugen vor allem das mächtige „Out From Below“, das fett groovende „Fear The World“ oder das zwischen Speed und Groove wechselnde „A Dying Vine“. Da ich eher zu den Thrash-Puristen gehöre, sind SYLOSIS für mich immer dann am besten, wenn sie zwar die anspruchsvolle Thrash-Keule auspacken, dabei aber nicht ganz so vertrackt/ episch zu Werke gehen. Für alle, die SYLOSIS noch nicht kennen, wären vor allem „A Dying Vine“ oder „Out From Below“ ein guter Einstieg. Für alle anderen besteht sowieso Kaufpflicht!

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