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SYMBEL - We Drink – Hymns And Counsel Of Anglo-Saxon Heathenry

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Artist SYMBEL
Title We Drink – Hymns And Counsel Of Anglo-Saxon Heathenry
Homepage SYMBEL
Label Angelisc Enterprises
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Mit SYMBEL geht hier nach FOREFATHER ein weiterer Act ins Rennen, der sich thematisch der angelsächsischen Zeit, also der Geschichtsepoche von etwa 450 bis zur Eroberung Englands durch die Normannen in 1066, angenommen hat. Eine weitere Übereinstimmung bietet außerdem die Tatsache, dass dieses Debutalbum, dessen alleinige kreative Quelle ein gewisser Sceot Arcwielder darstellt, auch beim gleichen Label wie die Scheiben der englischen Landsleute erscheint.

Begrifflich liegt man hinsichtlich einer etwaigen Einordnung der musikalischen Ausrichtung in den 9 enthaltenen Tracks mit der Bezeichnung `English Heathen Metal´ gar nicht so falsch; zumindest wird dies auch seitens der Verantwortlichen zur groben Orientierung vorgegeben. Dem Konzept zugrunde liegt die Lebensweise der Angelsachsen, ihre Naturverbundenheit, weitere Inspiration erfolgte aber auch durch die kriegerischen Auseinandersetzungen, in denen sich insbesondere die damalige Einheit des Menschen mit seinem eisernen Schwert wiederspiegelt.

Die Reise durch dieses dunkle Zeitalter wurde umgesetzt in Form von düsterem, atmosphärischem Metal mit eigener Identität, der gelegentlich auch eine heroische Seite aufweist. Der Charakter einiger Songs hätte den Kriegern abends nach gewonnener Schlacht am Lagerfeuer und beim Festmahl ganz gut zu Gesicht gestanden, wenn diese möglicherweise ihre „Volksmusik“ zum Besten gaben, so etwa der „Saecsen Drinking Song“. Andere tendieren eher – was bei Heathen Metal ja nicht so furchtbar fern liegt – in Richtung Viking Metal.
Die Stücke sind nicht besonders schnell und relativ simpel strukturiert, umso variabler dafür die Vocals, die von einer gepressten, rauhen Tonlage im Stile von Blood Divine oder frühen Anathema bis hin zu klarem, fast folkloristischem Gesang reichen, sich aber nicht nur darauf beschränken.

Die erdige und daher leicht dumpfe Produktion ist vielleicht noch nicht ganz bis ins Detail ausgereift, den vermittelten Stimmungen aber trotzdem nicht abträglich. Auch wenn SYMBEL zwar mit „We drink…“ nicht die Klasse von FOREFATHER erreichen, dennoch allemal ein recht ordentlicher Anfang.

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