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SYMPATHY FOR NOTHING - Living Shades

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Artist SYMPATHY FOR NOTHING
Title Living Shades
Homepage SYMPATHY FOR NOTHING
Label EIGENPRODUKTION
Leserbewertung
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7.6/10 (17 Bewertungen)

Dass Österreich mehr Exportmusiker als Christina Stürmer sein Eigen nennt, sieht man ja bereits an den melodic Death Metallern von THE SORROW, doch jetzt kommt eine weitere melodische Metalband aus Oberösterreich daher und knallt eine EP auf den Markt, die sich gewaschen hat. Die Rede ist von SYMPATHY FOR NOTHING mit ihrer CD „Living Shades“. Die Erwartungen liegen hoch, springen einem doch bei genauerem Betrachten des Inlays direkt die diversen gewonnenen Preise wie zum Beispiel „Winner of the international Live Award 2008“ oder auch „Best Young Drummer Austria 2008“ ins Auge. Für Aufsehen sorgte man bereits durch Airplay des Videos für „Roads to Rome“ bei GoTV und als Wochensieger der Show MTV Rookie bei MTV TRL.

Mit ruhigen Klaviermelodien beginnt man in „Little Something“, dem ersten der vier Tracks der EP. Sänger Richard Thallinger flüstert seine Vocals anfangs noch ins Mikrofon, passt diese dann aber an, denn Gitarre, Bass und Schlagzeug geben Vollgas und lassen das Stück zu einem melodischen Metalbrecher werden. Zur Bridge hin wird der Track dann langsamer, besteht aus schleppenden Riffs und wird weiter runter gefahren, bis nur noch das Klavier zu hören ist. Am Ende dieser Passage geht es wieder weiter voll auf die zwölf. Richard wird durch Growls von seinem Gitarristen unterstützt und auch er selbst hebt seine Stimme ein wenig und deutet Shouts an. „Roads to Rome“, zu dem man auch das Video in der Media Session finden kann, folgt als zweiter Track. Man könnte fast denken, dass der Titel eine Fusion aus BREAKING BENJAMIN und STAIND Sänger Aaron Lewis ist, doch man gibt wieder Stoff, hört Shouts bzw. Growls aus dem Mund des Gitarristen und lässt die fünf Jungs zu Hochleistungen auflaufen. Der Song bleibt definitiv im Ohr. „D.F.M.H.“ ist der letzte Track der EP und er macht nachdenklich. Wofür stehen die Buchstaben? Auf dem „Mezmerize“ Album von SYSTEM OF A DOWN gab es ja auch einen abgekürzten Track, „BYOB“, der in ausgeschriebener Form „Bring Your Own Bomb“ heißt. Bei SYMPATHY FOR NOTHING steht die Abkürzung für „Don’t Fuck My Heart“ und wird im Song noch durch ein „Bitch“ ergänzt. Mit diesen Worten singt sich Herr Thallinger direkt zu Beginn des Songs in Rage, in dem er es erst noch flüstert und mit jedem Aussprechen die Stimme ein wenig mehr hebt, bis er schlussendlich schreit, womit er auf der Stufe angekommen wäre, auf der man sich während der gesamten Spielzeit bewegt. Man schmettert wütende Shouts und tiefe Growls ins Mikro, lässt diese im Chorus dann aber wieder zu der bekannten cleanen Stimme werden, als wäre nichts gewesen. Urplötzlich endet der Track mit den Worten „Don’t Fuck my Heart“, dann folgt eine kurze Pause und dann folgt „Bitch!“. Das ganze erinnert ein wenig an „Romance is Dead“ von PARKWAY DRIVE, in dem es „Cry me a fuckin‘ River… BITCH!“ heißt. Zwar ist der Härtegrad nicht ganz so hoch, doch schon beachtlich.

Man muss konstatieren, dass SFN eine wirklich gute EP gelungen ist, die man auch definitiv mehr als einmal hören kann bzw. muss. Sowohl kommerzielle als auch harte Metal Parts werden brilliant vermischt. Die 13 Minuten Liedgut bleiben eine lange Zeit im Kopf und haben, nicht allein durch die markante Gesangsstimme, einen hohen Wiedererkennungswert. Ich denke, dass die fünf Österreicher auch durch das Airplay auf den diversen Musiksendern, ihre Songs nicht mehr lang als Eigenproduktion auf den Markt schmeißen müssen, sondern dass recht bald ein Label zugreift und der Kombo einen Plattendeal anbietet. „Living Shades“ ist wirklich eine gute Scheibe, mit nett gestaltetem Artwork und als Bonus ein PC Mediapart mit dem Video, den Lyrics, einer Pressemappe und diversen Live Fotos. Es fällt schwer, SYMPATHY FOR NOTHING zu kategorisieren und so ist es auch nicht so einfach, eine Kaufempfehlung für eine bestimmte Klientel. Ich für meinen Teil kann nur sagen, dass man den Jungs eine Chance geben sollte und sich von ihren Qualitäten überzeugen sollte, denn die Auszeichnungen auf dem CD Inlay sind wirklich gerechtfertigt.

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