| Artist | SYRIAN |
| Title | Alien Nation |
| Homepage | SYRIAN |
| Label | INFACTED RECORDINGS |
| Leserbewertung |
Für Lorenzo Bettelli aka Andylab von SYRIAN ging mit dem nun vorliegenden dritten Album ein Traum in Erfüllung. Seit frühester Jugend ist er ein Fan von ALPHAVILLE, wie er in einigen früheren Interviews verriet. Als sich bei dem Track „Supernova“ nun die Chance bot, ihn mit Sebastian Komor von ICON OF COIL zu produzieren und mit Marian Gold von ALPHAVILLE einzusingen, griffen SYRIAN zu. Das Ergebnis kann sich als schöner Synthie Pop-Track hören lassen. Darüber hinaus schuf Andylab mit seinem Mitstreiter Peluso aka The Voyager ein Werk, das mit einigen musikalischen Neuerungen aufwartet. So erwarten den geneigten Hörer zahlreiche Gitarrenspuren zusätzlich zu den Melodien. Stücke wie „Speed of Light” fallen durch ihre Experimentierfreude auf, genau wie das durch eine indische Sitar getragene „Helium“. Als Zusatztrack garnieren SYRIAN ihr Album mit einer Radioversion von „Supernova“, bei der sie die Melodie von „Now Is Forever“ verwenden, welches Kennern ihrer Musik noch geläufig sein dürfte. Ob diese Experimentierfreude nun so zielführend ist, soll einmal dahingestellt sein, mutig ist sie allemal…
Neben „Supernova“ fällt der Track „Musika Atomika“ durch seine Vocodermelodie und seine fast minimalistische Tanzbarkeit auf. „Hypercube“ ist gar ein richtiger Darktrancetrack, bei dem es einem beim Anhören in den Beinen juckt. Viele Projekte und Bands befinden sich bei ihrem Drittling an einem Scheideweg, in welche Richtung die Musik sich wohl entwickeln mag. Diese Richtung ist hier leider eher langweilig ausgefallen. Es tut mir leid, das schreiben zu müssen, denn ich mochte SYRIAN bis dato, aber bis auf die eben genannten „Hypercube“ und „Supernova“ ist ihnen leider nicht viel eingefallen.
Na ja, so ganz stimmt das ja auch nicht, denn ich habe mir den Hammer des Albums für den Schluss aufgehoben: „Solarchaser“. Selten habe ich von SYRIAN eine so schöne, so fröhliche und so gute Nummer gehört. Eine genial-lockere Popmelodie, ein gelungener Refrain und ein feines Arrangement – einfach klasse! Dieser Track macht einfach gute Laune und reißt so manches auf „Alien Nation“ wieder raus. Alles in allem ein durchwachsenes Album mit einem hell strahlenden Lichtblick, aber auch einiger Langeweile.

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