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SYVEN - Corpus Christi

VN:F [1.9.22_1171]
Artist SYVEN
Title Corpus Christi
Homepage SYVEN
Label AUDIOKRATIK
Leserbewertung
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7.5/10 (8 Bewertungen)

Inmitten von Naturgeräuschen ertönen Glocken, gefolgt von einer tiefen, primordialen Stimme, die lateinische Weisen vorträgt. Und in den nächsten gut 35 Minuten entwickelt sich „Corpus Christi“ zu einem wahren Meisterstück der „dunklen“ Musik. SYVEN erzeugen mit ihrem zweiten Album eine derartige rituelle und schamanistische Atmosphäre, dass der Hörer wie hypnotisiert lauscht. Weghören unmöglich. Eintauchen in eine archaische Welt unumgänglich.

SYVEN bedeutet so viel wie „Tiefe“. Hinter dem finnischen Projekt stehen der Multi-Instrumentalist Aslak Tolonen (NEST) und die eindrucksvolle Bass-Stimme Andy Koski-Semmens. Eine Kollaboration, die es hätte besser nicht treffen können. SYVEN ist nicht nur Dark Ambient oder Ritual Ambient, was die Einordnung am ehesten treffen würde. Gewaltige, gedämpfte Trommeln, Orgeln, die finnisch Kantele, Chöre und der Gesang machen das in einem Stück veröffentlichte „Corpus Christi“ zu einem wahren Opus, das eine Menge Abwechslung zu bieten hat. Von ganz düsteren Klängen arbeiten sich SYVEN über das fantastische und fantastisch vorgetragene „Corpus Christi Carol“ (Ian Read’s FIRE + ICE hat ebenfalls eine Version auf seinem Debüt-Album „Gilded by the sun“) hin zu melodiösen Passagen. Das Geheimnis der Finnen liegt in der Komposition und der Vielfalt. „Corpus Christi“ ist niemals überladen oder fad. Der Hörer lauscht vielmehr mit Spannung auf das Folgende und wundert sich am Ende, wie kurz 35 Minuten sein können.

Dafür gibt es auf dem Album aber noch was für das Auge. Denn es gibt noch eine komplett visualisierte Version von „Corpus Christi“ auf dem Tonträger. Ein sensationelles Album. Unbedingt zugreifen.

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