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T.H. INDUSTRY - Scream

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Artist T.H. INDUSTRY
Title Scream
Homepage T.H. INDUSTRY
Label IONIUM RECORDS/ SX DISTRIBUTION
Leserbewertung
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8.0/10 (2 Bewertungen)

T.H. INDUSTRY ist das Lieblingskind des Marburgers Thomas Thurow (ein Pluspunkt wegen Fast-Namensgleichheit!), der sich auf allerlei elektronischen Feldern betätigt. So unterhält er nebenbei auch noch andere musikalische Projekte und ein eigenes Label: „Ionium Records“. 1999 startete er noch unter dem Namen THOMASTEEHAA, brachte 2 Demos heraus und konnte sich so einen exzellenten Ruf im Untergrund erspielen. „Scream“ stellt somit sein offizielles CD-Debüt dar.

Gleich 71 Minuten zieren den Silberling, 15 Tracks, wenngleich sich darunter 5 Versionen des Titelstücks befinden. Und Thomas konnte auch gleich einige sehr namhafte Remixer zur Mitarbeit bewegen, das spricht für gute Kontakte. Zu den Auserwählten zählen MASSIV IN MENSCH, Y-LUK-O, TRÜMMERWELTEN und meine Lieblinge von THE RETROSIC. Letztere verwandeln „Scream“ in einen für sie typischen, harten Elektro-Reißer. CAP hingegen machen aus „Element“ einen Tanzbodenhit im Stile von POUPÉE FABRIKK. Das ergibt insgesamt eine sehr abwechslungsreiche Melange abseits von Future oder Synth Pop. Die CD ist eher in der Schnittmenge von hartem Elektro, noch nachvollziehbarem Industrial und leichten Ambient-Anleihen angesiedelt, alles ohne „richtigen“ Gesang. Stattdessen bedient sich Thomas einer Unmenge an Samples aus bekannten Werken der Popkultur, wie z.B. aus „Pulp Fiction“. Ein gewisser Grad an Monotonie wirkt sich nur positiv auf die Clubtauglichkeit aus, dafür sind fast alle Tracks wie gegossen. Nebenbei wird auch nicht an Gesellschaftskritik gespart (der Titel „American Terror“ spricht wohl Bände).

Auch wenn auf der Homepage ein Konkurrenzmagazin als bestes deutsches Elektro-Webzine bezeichnet wird, komme ich nicht umhin, dieses faszinierende Stück Musik zu loben. Faszinierend deshalb, weil sich Herr Thurow abseits ausgelatschter Elektropfade bewegt und sich nicht scheut, genrefremde Elemente einzubauen. Und trotz der 71 Minuten kommt kaum Langeweile auf, demnächst auch in dem schwarzen Club ihres Vertrauens!

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