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TÁBOR RADOSTI - Agartta

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Artist TÁBOR RADOSTI
Title Agartta
Homepage TÁBOR RADOSTI
Label ALIENS PRODUCTION
Leserbewertung
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Es ist schier unglaublich, welche Anzahl eher unbekannter aber qualitativ hochwertiger Releases ich in den letzten Jahren vom „Aliens“-Label aus der Slowakei rezensiert habe. Mit „Agartta“ von TÁBOR RADOSTI liegt nun mein bisheriger Labelfavorit vor. Seit Wochen höre ich fast ausschließlich diese CD, meine Freundin, die sonst eher auf Gitarrenkram Marke FOO FIGHTERS steht, bekommt bei dem düsteren/ schleppenden Industrial schon die Krise, aber selten fesselte mich ein Realease so wie dieses.

Mitte der Neunziger gab es mal den Begriff IDM (= Intelligent Dance Musik). Dieser kann ohne weiteres für „Agartta“ verwendet werden, wobei die Abkürzung in diesem Fall eher für „Intelligent Dark Musik“ stehen würde. „Agartta“ ist ein fesselndes, düsteres Konstrukt, das in jeder der leider nur 49 Minuten Laufzeit zutiefst beeindruckt. Als Hörer taucht man ganz tief in die hier kreierten Klangwelten ein. Konzeptionell folgen die Tracks größtenteils einem Grundmuster, denn Maschinengeräusche oder einzelne Sounds bilden das Gerüst, welches verfeinert wird durch beschwörendes Geflüster, chorale Klänge oder klassische Streicherelemente. „Tenze“ mit seinem weiblichen Gesang zaubert gar eine Symbiose aus Dark Industrial und Gothic Marke NIGHTWISH hervor. Teils reichen nur wenige Sekunden eines Stilmittels aus, um einen Song unvergleichlich zu gestalten, hier sticht für mich sofort das Saxophonspiel auf „Integrita“ ins Ohr.

Desweiteren enthält diese Veröffentlichung vier Remixe. Hier wissen besonders „Veles“ (gelungene Trip Hop-Anleihen) und „Andropoid“ mit Albtraumhaften Sequenzen zu gefallen. „Agartta“ ist ganz großes Klangkino und erinnert an DELERIUMs Frühwerke Marke „Spiritual Archives“ oder „Faces, Forms and Illusions“!

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