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TACTICAL SEKT - Burn Process

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Artist TACTICAL SEKT
Title Burn Process
Homepage TACTICAL SEKT
Label NOITEKK
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Schon mit ihrem Debüt-Album „Geneticide“ erlangten TACTICAL SEKT einen respektablen Ruf in der Szene und gute Platzierungen in den Alternative Charts. Kein Wunder, sind hier doch alte Hasen am Werk, 2 um genau zu sein. Anthony Mather von ASLAN FACTION ist das „Backbone“ und im wesentlichen für die Kompositionen verantwortlich, während Beam (FEINDFLUGs „Wardrummer“) sich der rhythmischen Percussion widmet. Live konnte ich TS 2003 im Vorprogramm von SUICIDE COMMANDO bewundern, ein denkwürdiges Konzert, denn es sollte das letzte im PC69 sein. Zudem unterstützte Marco – der Labelchef von NoiTekk – das dynamische Duo an den Keys. Die zweite Veröffentlichung nennt sich zwar EP, bietet aber über 70 Minuten neue Klänge und stellt somit hervorragenden „value for money“ dar.

7 neue Tracks und 5 Remixe namhafter Bearbeiter zieren den Silberling und erstaunlicherweise ist der Opener und gleichzeitig Titeltrack der schwächste. Schwach natürlich im Vergleich zu den anderen Stücken, hier passiert einfach zu wenig, um richtig mitzureißen. Dabei sei vorausgeschickt, dass sich TACTICAL SEKT soundtaktisch zwischen SUICIDE COMMANDO, ASLAN FACTION und einer Prise FEINDFLUG bewegen, nicht ganz überraschend bei den Mutterbands der beteiligten Musiker. Die Songs Nr. 2 bis 7 könnten allesamt Clubknaller sein. Harsche, verzerrte Vocals, einige Samples und ein stampfender Beat bestimmen die Szenerie, aber das ist noch nicht alles. Während bei „Forgot to be human“ gerade zu Beginn typische FEINDFLUG-Melodien vorherrschen, werden bei vielen anderen Tracks auch „poppige“ Trance Elemente eingesetzt. Gerade „Devils Work“, das absolute Highlight der Scheibe profitiert von diesem repetetiv eingesetzten Stilmittel, welches den Hörer immer mehr selbst in Trance versetzt. Die Stücke sind dabei nicht übermäßig abwechslungsreich aber durch das organische Drumming energievoll und sehr effizient aufgebaut, fast immer steigern sich Beat und Melodie bis zum Ende des jeweiligen Songs bis zu einem regelrechten Stakkato. Wer da stillsitzen kann, steht wahrscheinlich eher auf QNTAL. Dazu gibt es 5 Remixe von solch Elektro-Größen wie HAUJOBB, [:SITD:] oder DJ REXX ARKANA von der BRUDERSCHAFT. Letzterer versucht sich am Clubhit des Erstlings, „Damage Limitation“, wie auch alle anderen mit Erfolg. Manche Remixe klingen etwas cleaner und „fülliger“, während gerade [:SITD:] ihre eigene typische Duftmarke setzen.

Eine Veröffentlichung ohne Fehl und Tadel, die für genügend neues Kraftfutter auf den Elektro-Tanzflächen sorgen sollte. Vielleicht nicht unbedingt innovativ aber innerhalb der selbstgesteckten Grenzen sehr kraftvoll und zudem mit kritischen Lyrics ausgestattet. Man darf auf die weitere Entwicklung gespannt sein.

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