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TALKING TO TURTLES - Oh, The Good Life

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Artist TALKING TO TURTLES
Title Oh, The Good Life
Homepage TALKING TO TURTLES
Label DEVILDUCK
Veröffentlichung ..
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Das Debüt „Monologue“ ist im letzten Jahr noch in einem Berliner WG-Zimmer entstanden, für ihren zweiten Streich „Oh, The Good Life“ zog es Florian Sievers und Claudia Göhler nach Seattle, wo im legendären Avast!-Studio, auch schon SOUNDGARDEN, THE SHINS oder BAND OF HOURSES ihre musikalischen Meilensteine aufnahmen. Ob Gleiches auch für TALKINF TO TURTLES gilt?

Mit dem Opener „In The Future“ umfängt mich filigraner Singer-Songwriter-Stuff in Bandstärke. Leise Töne mit dezenten Brüchen bestimmen das Geschehen, das sich mit „Crumbs“ fortsetzt. Der Gesang wird von Herrn Sievers dominiert, der seine unverwechselbare Stimme abwechslungsreich einzusetzen weiß, aber im Gegensatz zum Erstling mehr Gestaltungsraum für den weiblichen Part lässt, den Fräulein Göhler gekonnt übernimmt. So wie beim emotionalen „I’m In Numbers“, während beim schrammeligen „Wonky Cradle“ zu Mundharmonika-Klängen Sievers Organ kratzige Vocals produziert. Mit „Grizzly Hugging“ schlagen die Leipziger mitsamt Banjo-Unterstützung etwas knackigere Hooks an, bevor „Men In Trees“ nicht nur wegen des verwendeten Glockenspiels zunächst deutlich zuckriger rüberkommt. Doch keine Angst, ein Zuckerschock ist nicht zu befürchten, dafür sorgen die gelegentlichen Sound-Eruptionen, denen mit „Short Stories Long“ eine leise, fast ausschließlich auf eine Akustikgitarre reduzierte Nummer folgt, die klingt, als sei sie wieder im besagten WG-Zimmer aufgenommen worden. „A Car, A Beer, Cigarettes“ bleibt nicht lange derart zurückhaltend, stattdessen wird der Refrain mit viel Schmackes zelebriert, ehe die Streicher auf „Finger’s Crossed“ zum emotionalen Rundumschlag ausholen. Mein Favorit ist das finale „REM“, ein wunderbares Schlaflied bei dem noch Claudia und Florian sich den Gesang teilen.

Wüsste ich es nicht besser, würde ich sagen, dass TALKING TO TURTLES irgendwo in den Weiten Kanadas zuhause sein müssen. Mitten in den Wäldern, die auch ihr Plattencover zieren. Doch weit gefehlt, wir haben es mit einem deutschen Eigengewächs zu tun, dem der Ausflug über den Großen Teich jedoch sehr gut getan und mit „Oh, The Good Life“ hervorragende Arbeit abliefert.

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