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TARDIVE DYSKINESIA - The Letter

Artist TARDIVE DYSKINESIA
Title The Letter
Homepage TARDIVE DYSKINESIA
Label AUDIOPHOB
Leserbewertung

Mit 13 Jahren sah Ronny Herling zum ersten Mal den russischen Filmklassiker „Briefe eines Toten“. Der Film über eine postatomare Apokalypse, und das noch zu Zeiten des Kalten Krieges, hinterließ tiefe Spuren bei dem Mann hinter TARDIVE DYSKINESIA. Selbst jetzt noch. Und so versucht Herling mit „The Letter“ seine Bilder und Eindrücke dieser bedrückenden und dunklen Welt, die aber auch einen Funken Hoffnung aufrechterhält, musikalisch umzusetzen. Denn auch mehr als 20 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs besteht eine atomare Gefahr.

Musikalisch kombiniert „The Letter“ (Dark) Ambient mit Electronica und seichten Industrial-Elementen, es wechseln sich also düstere Stellen mit „positiven“ Klängen ab. Neben den Samples erklären sich auch die Field Recordings wie Atmen (durch eine Luftschutzmaske) und teilweise auch die Titel von selbst. So wird das Album durch seine Spannungsbögen zu einem Soundtrack für die Apokalypse, an deren Ende nicht der endgültige Untergang steht, sondern „Endless hope“.

Aufgrund ihrer treibenden Beats sind „Greed for life“ und „Schaben“ die Anspieltipps der Scheibe. Zwei richtig gute Stücke. Der Rest ist auch durchaus hörbar, schwingt aber eher im gehobenen Mittelmaß mit. Nicht mehr … aber auch nicht weniger. Auf der Scheibe findet sich auch noch ein Remix von HEIMSTATT YIPOTASH. TARDIVE DYSKINESIA-Fans der ersten Stunde dürfen sich freuen. Trotz längerer Pause ist sich Herling musikalisch treu geblieben. Wer die Musik noch nicht kennt: eine Hörprobe ist auf jeden Fall zu empfehlen.

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