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TARJA - Best of: Living The Dream

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Artist TARJA
Title Best of: Living The Dream
Homepage TARJA
Label EAR MUSIC
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Ab Ende der Neunziger hat die ausgebildete Sopranistin TARJA TURUNEN gemeinsam mit ihrer Band NIGHTWISH ein neues Musik-Genre etabliert: den Symphonic Metal. 2005 hat sich Kapelle, die zu den erfolgreichsten Finnlands zählt, allerdings von TARJA getrennt, die fortan ebenso erfolgreich solo unterwegs war. Sechs Studioalben hat die Künstlerin, deren Stimme drei Oktaven umfasst, zwischen 2007 und 2019 veröffentlicht. Dazu kommen neben diversen Gastbeiträgen drei Klassik-Veröffentlichungen und vier Live-Platten. Bei so viel Output wird es langsam natürlich Zeit für ein Best of und voilà: hier ist „Best of: Living The Dream“!

16 Songs hat die 45-jährige Musikerin aus dem hohen Norden für ihren Streifzug durch die eigene Diskografie ausgewählt. Los geht es mit dem brandneuen und bislang unveröffentlichten Stück „Eye of The Storm“, das voller Dramatik steckt und auch Ausflüge in Richtung Tango wagt. Die nachfolgende Power-Ballade „I Walk Alone“ stammt vom 2007er Debüt „My Winter Storm“, das sich weltweit mehr als 500.000mal verkaufte und bis dato die erfolgreichste Langrille der stimmgewaltigen Dame ist. Vom gleichen Silberling stammt auch das kraftvolle „Die Alive“, das in einer Alternative Version vorgetragen wird. Eine Rarität ist das nur digital in Großbritannien veröffentlichte „Enough“, derweil fährt „Falling Awake“ (feat. Jason Hook) vom zweiten Album „What Lies Beneath“ aus 2010 neben opulenten Vocals auch harte Krachlatten auf, bevor „Until My Last Breath“ mit eingängigen Hooks und flirrendem Gesang in die Beine geht. „I Feel Immortal“ übernimmt mit balladesken Melodien, während „Victim of Ritual“ vom 2013er „Colours In The Dark“ an eine üppige Metal-Oper denken und „500 Letters“ es ein wenig ruhiger angehen lässt. Davon kann beim temperamentvollen „Never Enough“ keine Rede mehr sein, aber weil sich Frau Turunen auf den Wechsel zwischen hart und zart versteht, gibt es dank „Innocence“ (2016 auf „The Shadow Self“ erschienen) erneut was fürs Metaller- und Gothic-Herz. Ungewohnte Klänge serviert TARJA derweil gemeinsam mit der ARCH-ENEMY-Sängerin Alissa White-Gluz, denn der Track verfügt über durchaus jazzige Versatzstücke und zum anderen ist Alissas gutturaler Gesang absolut außergewöhnlich. Auch „Diva“ glänzt mit ungewöhnlichen Klängen, denn hier versprüht die Gute neben einem gerüttelt Maß an Tragik auch ein wenig Jahrmarkt-Flair. Für das knackige „Dead Promises“ vom 2019er „In The Raw“ wurde der schwedische Sänger Björn ‚Speed‘ Strid verpflichtet, der insbesondere durch seine Tätigkeit am Mikro der Melodic-Death-Metal-Kapelle SOILWORK bekannt ist und auch auf „Dead Promises“ mit seinem Organ besticht, das mühelos zwischen tiefen Growls, hohen Screams und klarem Gesang wechselt. „Tears In Rain“ lädt noch einmal zum Tanzen ein, ehe die Piano-Nummer „You And I“ für einen emotionalen Abschluss sorgt, bei dem Tarjas Stimme vergleichsweise unaufdringlich bleibt.

Denn schließlich ist es so: man muss diesen – salopp gesprochen – Knödel-Gesang schon mögen. Symphonic Metal ist speziell, aber die Fans von TARJA TURUNEN werden die Zusammenstellung auf „Best of: Living The Dream“ lieben und weil Weihnachten vor der Tür steht, gibt es die handverlesene Sammlung auch in einer Vielzahl von Formaten. Darunter u.a. auch das bislang unveröffentlichte zweistündige „Circus Life“-Konzert sowie sämtliche Musikvideos von TARJA.

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