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TEMPEL - s/t

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TEMPEL
Title s/t
Homepage TEMPEL
Label JANSEN RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Dem Schlagzeuger Kjetil Gjermundrød war bei seiner Band KVELERTAK möglicherweise ein wenig langweilig, weshalb er sich entschloss, gemeinsam mit seinen Brüdern Espen und Inge sowie Andreas Espolin Johnson TEMPEL zu gründen. Auch ohne dieses Wissen hätte man angesichts der Stabkirche und der Totenköpfe auf dem Albumcover auf die Idee kommen können, es mit einer norwegischen Kapelle härterer Gangart zu tun zu haben und in der Tat treffen beim selbstbetitelten Debüt der vier Herren KVELERTAKsche Dunkelheit und Härte auf Vocals mit Hardcore-Attitüde, melodisches Shredden und ein Riffing, das fast schon Classic-Rock-Qualitäten hat.

Lange gefackelt wird bei dem Quartett nicht, stattdessen gibt es gleich mit dem Opener „Vendetta“ temporeich was auf die Zwölf und auf diese Weise bringen die Skandinavier in einer überzeugenden Darbietung neun knackige Songs mit insgesamt 40 Minuten Spieldauer an den Mann und die Frau. Das hochenergetische „Wolves“ lässt eine Spur MASTODON durchblitzen, während das wütende „Uninvited“ punkige Facetten aufweist und das straighte „Afterlife“ schlicht mal alles in Schutt und Asche legt. Nach vorn drängt es auch das dezent psychedelische „Confusion“, bevor „Forest Cemetery“ den Hörer zunächst mit fast schon zurückhaltenden Gitarrenhooks in Sicherheit wiegt, um dann zum brutalen Highspeed-Rundumschlag auszuholen. „Fortress“ trägt seinen Namen nicht zu Unrecht, denn in der Tat hat die Nummer etwas von einer Festung, die in einer epischen Schlacht umkämpft wird, wohingegen das sechsminütige „Torches“ mit hymnischen Classic-Rock-Versatzstücken gefällt und das finale „Farewell“ auf den ersten Blick vergleichsweise zahm ausfällt.

Doch TEMPEL wären wohl nicht TEMPEL, wenn nicht auch noch auf der Zielgeraden die Fetzen fliegen würden.  Der Vierer präsentiert mit seinem selbstbetitelten Erstling deshalb auch so ziemlich alles, was Norwegens musikalisches Metallhandwerk dieser Tage zu bieten hat. Zusammengeschnürt zu einem einzigartigen, kraftvollen Paket, das gleichzeitig eine Hommage an Szene-Helden wie die HELLACOPTERS, die bereits erwähnten MASTODON und ENSLAVED darstellt. Aber natürlich kommen auch Fans von KVETERTAK auf ihre Kosten und auch die Anhängerschaft von THIN LIZZY, SIBIIR und GUNS’N’ROSES sollte ein Ohr riskieren.

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