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TERMINAL CHOICE - Übermacht

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Artist TERMINAL CHOICE
Title Übermacht
Homepage TERMINAL CHOICE
Label OUT OF LINE
Leserbewertung
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6.3/10 (3 Bewertungen)

Während mir die BLUTENGEL immer eher am persönlichen Arsch vorbeiflogen, konnte das 2te große Pohl-Projekt bei Herrn Khaos durchaus punkten. TERMINAL CHOICE verbinden gekonnt einen gewissen Proll-Charme mit Anarcho-Attitüde – Anything goes auf Sampling Speed. Dabei hat man sich im Laufe der mittlerweile bereits 17-jährigen Bandexistenz immer mehr von der Elektronik in Richtung harter Gitarren evolutioniert, was auf dem aktuellen Longplayer „Übermacht“ seinen vorläufigen Höhepunkt findet. Wenn UNHEILIG Synth Rock sein sollen, dann sind TC definitiv Synth Metal, so brachial riffen sich Pohl, Manke und Co. durch die 11 Tracks der Standardausgabe.

Ob englisch oder deutsch, ob geshoutet, geschrien oder verzerrt gesungen – gut geklaut ist halb gewonnen, wenn man beispielsweise bei „Keine Macht“ mit Abzählreim schon wirklich dreist an OOMPH! erinnert. Aber he, „We are back“ und eigentlich kann man den kaltschnäuzigen Hauptstädtern nicht wirklich böse sein, wenn sie Neue Deutsche Härte mit ihrer elektronischen Basis koppeln und Chris mit seinem bekannt… sagen wir eigentümlichen Akzent losbrüllt wie am Spieß. Die üblichen Themen von Selbstbeweihräucherung bis hin zu den Szene Bitches werden mit einem Schuss Gesellschaftskritik abgerundet – siehe das brettende „Fight the System“ aka RAGE AGAINST THE TERMINAL CHOICE. Das gefällt, das führt zu Bewegungsdrang in den Beinen und moshenden Köpfen, das Gehirn lodert dann eh auf kleiner Flamme. Passend dazu gibt man auf Promo-Shoots dann auch die germanischen SLIPKNÖTTer. Als Anspieltipps einer durchweg auf gutem Niveau produzierten Platte möchte ich das ein wenig an AND ONE angelegte „Kommerz“ noch besonders hervorheben. Und natürlich die „Opening the Gates of Hell“-“Hommage“ „I’m a Monster“, man achte mal auf die Rhythmik in den Strophen…

TERMINAL CHOICE sind wilde, verwahrloste Electro Metal Tech Dance-Köter, denen man im Grunde genommen nicht böse sein kann. Im Vergleich zu einigen glattgebügelten Szene-Kollegen haben sie sich immerhin ihre Reibungspunkte bewahrt und können damit im Club wie auf der Bühne für mächtig Alarm sorgen, selbst aufgeschlossene Metaller sollten hier mal ein Ohr riskieren. Möge die Übermacht mit dir sein! Auf der Bonus Scheibe der Limited Edition dürfen dann u.a. noch die Labelkollegen von RABIA SORDA remixen…

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