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TERMINAL - Tree of Lie

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TERMINAL
Title Tree of Lie
Homepage TERMINAL
Label WITCHING HOUR RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
8.3/10 (9 Bewertungen)

Noch mal Polen, diesmal auf dem Unterlabel von Witching Hour, Revolution Records. Und auch gänzlich andere Mucke. TERMINAL zocken nämlich großartigen Prog Metal mit LINKIN PARK-Sprengseln! Zieht Euch den fetten Opener „Afterlife“ rein und ihr merkt, dass sich das sehr wohl schlüssig anhören kann! Die Musiker sind natürlich allesamt klasse an ihren Instrumenten, der Sänger ne variable Granate, die Produktion kann fett was. Schon fast unfassbar, das es sich hier um ein Debüt handelt, denn auf nahezu allen Songs passt das Meiste bis ins kleinste Detail!

Selbst Saxophon, Violine oder Cello wirken nicht deplaziert. Mit dem mächtigen „Mind Destruction“ lässt man einen Prog-Ohrwurm folgen, der vokalisch auch Meistern der Sorte SPOCK’S BEARD etc. gefallen sollte – ganz große gesangliche Darbietung, zudem noch gefühlvoll bis in die Spitzen! Gekonnt von Pianosounds unterlegt und mit einem feinen Solo garniert. So ein geiles Teil schreiben auch Könner wie DREAM THEATER nicht sooo häufig. Trotz aller Melodie und gefühlvollen Parts kracht’s hier amtlich im Gebälk, aber alles erschallt im Einklang. DISTURBED/ LINKIN PARK-Elemente wie in „Behind the Mask“ wirken nicht im Geringsten fehl am Platze und verschmelzen komplett mit dem progressiven Grundsong. Das ist für Prog-Puristen, die mit Sicherheit auch mit den vereinzelten Growls nix anfangen können, wohl eine Spur zu modern, zeigt aber allen, die sich darauf einlassen, einen spannenden Ansatz, den Progsound sachte zu erweitern. Das balladeske „Deep Inside“ lässt schön viel Raum für die charismatische Stimme von Daniel. Mit einem Track wie „The Maze“ kann man sogar evtl. die US-RadioRock/ Metal-Fraktion um NICKELBACK und Co. packen (der Chorus ist so was von ohrwurmig), abgesehen vom Progpart. Der Spagat gelingt ein ums andere Mal vorzüglich. Der recht kurz gehaltene Titeltrack dürfte DREAM THEATER-Fans im Ohr zergehen, ebenso das proggende Pumpteil „Game of War“. Das düstere Kurz-Outro „The End“ ist ebenso stimmig, wie der Rest der grandiosen Scheibe!

Die Prog-Fraktion MUSS die Jungs von TERMINAL ganz dick auf den nächsten Einkaufszettel schreiben!!!

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