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TERROR PUNK SYNDICATE - Extended Playtime

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Artist TERROR PUNK SYNDICATE
Title Extended Playtime
Homepage TERROR PUNK SYNDICATE
Label PROGRESS PRODUCTIONS
Leserbewertung
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9.7/10 (3 Bewertungen)

Manchmal frage ich mich, ob es in Schweden wohl eine Fabrik gibt, in der am laufenden Band neue phänomenale Projekte erschaffen werden? Anders lässt sich die Vielzahl an 1A Formationen für mich sonst nicht erklären. Dies war in der Vergangenheit so, siehe CAT RAPES DOG oder POUPPÉE FABRIKK, die Gegenwart hält z.B. COVENANT bereit und auch die Zukunft verspricht großes: NECRO FACILITY, CRYO, oder der nächste Act, dessen Debüt mir nun vorliegt: TERROR PUNK SYNDICATE, übrigens alle drei beim Progress Label beheimatet. Nachdem John David Karlgren aka TERROR PUNK SYNDICATE schon einige Samplerbeiträge und Remixe angefertigt hat, wurde sein Debütalbum „Extended Playtime“ sehnsüchtig erwartet. Ohne die Spannung zerstören zu wollen: Schnell kam ich zu demselben Urteil wie bei den beiden o.g Labelkollegen. Es kann sich im Grunde genommen unmöglich um ein Debütalbum handeln.

Zu perfekt ist dieses Album produziert. Auf 11 Tracks bietet „Extended Play“ eine durchweg gelungene und homogene Mischung eines EBM Stils, der sich an klassischen WAX TRAX/ ANTLER SUBWAY Produktionen orientiert. Diesem Stil, der sich zwischen EBM und Metal bewegt, wird auf „Extended Playtime“ ein modernes Gerüst überstülpt und sozusagen für das neue Jahrtausend „upgedated“. Das gesamte Album sprüht vor Ideenreichtum, Gitarren sind selbstredend ein prägendes Stilmittel, ohne dass der Bogen überspannt wird und das ganze aufgesetzt wirken könnte. Der Beginn des Albums ist eher etwas härteren Songs gewidmet, exemplarisch und klasse sind z.B. „Dysmorphia“ oder der Opener „Here to take you down“, es gelingt ein tolles Wechselspiel zwischen langsamen und schnellen Parts und ausgefeiltem Gesang. Zum Schluss beeindruckt besonders noch das beinahe romantisch gehaltene „Transhuman Dream“ mit sanften Synthklängen und sachte gehaltenen Drumeffekten. „Dysmorphia“ ist dann als krönender Abschluss noch mal in einer Remixversion enthalten. Auch wenn es keine Hinweise gibt, fast könnte man meinen, die Labelkollegen NECRO FACILITY hätten hier Hand angelegt.

CRYOs Debüt gehört mittlerweile zu meinen Alltime Top 20, ich denke in einiger Zeit werde ich über „Extended Playtime“ ein ähnliches Urteil fällen können.

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