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TERROR - Rhythm amongst the chaos

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Artist TERROR
Title Rhythm amongst the chaos
Homepage TERROR
Label REFLECTIONS/ REAPER RECORDS
Leserbewertung
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8.0/10 (1 Bewertungen)

„Denk´ ich an TERROR in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht…“

Ob Heinrich Heine Fan der Bollo-Truppe gewesen wäre, weiß ich nicht, aber ist die Rede von TERROR, denke ich als erstes an einen gepflegten Tritt dahin, wo es richtig weh tut (und daran, dass man mit einem Band-Shirt nicht unbedingt am Flughafen auftauchen sollte). Deren letzte Platte „Always the hard Way“ hat ihren Status als Könige des Mosh-Pits mehr als unterstrichen. So musste moderner, leicht metallischer New York Hardcore (auch wenn die Band aus L.A. kommt) klingen, ohne aber gleichzeitig seine Old-School Wurzeln zu verleugnen. Will ich für eine halbe Stunde mal gepflegt meine Aggressionen abbauen, so ist diese Platte immer noch die erste Wahl für mich. Und wer außerdem im Booklet seine Liebe zu den SUICIDAL TENDENCIES anhand der T-Shirt Wahl zeigt, kann sowieso kein schlechter Mensch sein.

Zwischen all dem Touren (der Titel-Track hat diesen Umstand auch zum Thema) hat die Band jetzt zwischendurch mal 5 Tracks aufgenommen und haut die 9.42 Minuten noch old-schooliger als EP heraus. Wer TERROR kennt, weiß was ihn erwartet, deswegen bleibt da eigentlich nicht viel zu sagen, außer das die Tracks ein wenig rauer und hardcoriger aus den Boxen knallen. Die Drums bollern wie eine Dampflok Richtung nirgendwo und die Sing-A-Longs sind vielleicht nicht ganz so präsent, alles eben so wie zu den Anfängen des Genres. Scott Vogel ist aber immer noch der Oberschreihals und macht klar, wer der Chef im Ring ist. Mit „Kickback“ gibt es dann auch noch ein BREAKDOWN Cover, mit dem einer der NYHC Pioniere gehuldigt werden. Schließlich entsprangen aus dieser Band RAW DEAL und KILLING TIME. Das besondere daran ist, dass als Gastsänger Vincent Luviner aka Vinnie Paz von den Indie Hip-Hoppern JEDI MIND TRICKS sich ein Stelldichein gibt.

Neue Fans wird die Band wahrscheinlich nicht mit diesem Release hinzugewinnen können. Anhänger des akustischen Terrors werden die EP sicherlich als Appetithappen für die kommende Tour zu verstehen wissen und sich die Songs stilgerecht als Vinyl-Single im Gatefold-Cover gönnen. Auf CD hat so was damals keinen Sinn gemacht und macht es heute immer noch nicht. Back to the Roots! Motherfucker!

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