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TERROR - The Damned, The Shamed

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Artist TERROR
Title The Damned, The Shamed
Homepage TERROR
Label CENTURY MEDIA
Leserbewertung
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9.0/10 (1 Bewertungen)

TERROR haben nach nur zwei Alben ihren eigenen Trademark-Sound erschaffen und sind, wenn man sich auf einigen Hardcore-Shows so umschaut, nahe dran, die T-Shirt Verkäufe von HATEBREED zu überrunden. Ein wenig überraschend war dann doch die relativ old-schoolige EP „Rhythm amongst the chaos“, die dem wirklich sehr guten Album „Always the hard way“ folgte. Wer nun aber gedacht hat, die neue Scheibe würde sich in eine ähnliche Richtung entwickeln, darf entweder enttäuscht oder erfreut sein, denn „The Damned, The Shamed“ knüpft ohne Umschweife an den Full-Length-Vorgänger an und bietet den typischen „TERROR-In-Your-Face-Hardcore“, der höchstens bei der Gitarrenarbeit einige klitzekleine Änderungen bereit hält.

Es scheint, als ob sich Gitarrist Doug Weber ein wenig mehr in das Songwriting einbringen konnte, denn erstmals werden richtige Metal-Soli prominent in Szene gesetzt. Im Opener „Voice of the damned“ sowie bei „Relentless through and through“ kommt dieses neue Stilmittel zur Geltung und gibt den Songs einen Push in Richtung Thrash-Metal. In solchen Momenten erinnern TERROR an ihre Labelmates von SWORN ENEMY, die ja eine ähnliche Entwicklung vorgemacht haben (diese aber nicht nur auf einige Songs begrenzten). Dafür ist die Produktion von Zeuss (SHADOWS FALL, HATEBREED, THROWDOWN) nicht zu glatt geraten und lässt den Gitarren ihren Charakter. Trocken und auf den Punkt produziert, da gibt es nichts zu meckern.

Der einzige Track, der einen komplett aufhorchen lässt, firmiert unter dem Titel „Betrayer“ und bietet ein gelungenes Break mit cleanen Gitarren und derben Rock-Solis. „March to Redemption“ lässt einen zumindest halb aufhorchen, denn dieser grooved überraschend melodisch im Mid-Tempo-Bereich. Aber auch diese Momente währen nur kurz und so gibt es auf dem Rest des Century Media-Debüts Business as usual. Und der ist ja bekanntlich nicht schlecht, aber nur wenig überraschend. Ob man eine Weiterentwicklung von einer Band wie TERROR erwartet, ist natürlich Ansichtssache. Trotzdem hatten die Tracks auf „Always the hard way“ einen höheren Mitsing- und Hitfaktor. Scott Vogel bleibt aber unumstritten weiterhin einer der Könige der heiseren Schreihälse, bietet aber textlich auch keine neue Variationen des „Lonesome-bitter-angry-middle-aged-man“. Songtitel wie „Feel the pain“, „Still believe?“ oder „Suffer, to return harder“ sprechen eine deutliche Sprache.

Alles in allem also ein solides Album ohne allzu große Veränderungen im TERROR-Sound, das aber natürlich wieder eine Menge Spaß macht und mit „Lost Our Minds“ einen veritablen Mosh-Pit-Hit an Bord hat. Der Rest wird auf den Live-Shows entschieden. Word!

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