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TERRORIZER - Darker Days Ahead

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Artist TERRORIZER
Title Darker Days Ahead
Homepage TERRORIZER
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Na, bei wem klingelt es angesichts des Namens TERRORIZER? Den meisten wird da zuerst einmal das englische Mag in den Sinn kommen, doch den „alten“ Metal-Haudegen dürfte sofort das Leuchten in den Augen aufgehen, brachte doch eben TERRORIZER eines der wohl wegweisendsten und kultigsten Alben überhaupt in Sachen Death und Grind heraus. Man muss sich nur mal genau reinziehen, wer sich damals in dieser Band verdingt hat und welche Bands sich daraus ergeben haben: Jesse Pintado (Gitarre, jetzt NAPALM DEATH), Pete Sandoval (Drums, jetzt MORBID ANGEL), DAVID VINCENT (Vocals/ Bass, ebenfalls MORBID ANGEL) und Oscar Garcia (ex-NAUSEA)! Und noch heute findet man in eigentlich jedem Death und Grind-Album, egal ob aus den Staaten, Skandinavien, Deutschland oder sonst wo, Anleihen aus dem einzigen Album „World Downfall“ von 1989. Sehr sehr skeptisch wurde dann von der Metal-Welt die News aufgenommen, dass Pete Sandoval und Jesse Pintado an einem neuen TERRORIZER-Album arbeiten würden. Denn obwohl dies zwei der besten Extrem Metal-Musiker aller Zeiten sind, könnte eine Reunion gut 16 Jahre nach dem Split dem Kult um diese Band doch schaden. Vor allem da mit David Vincent und Oscar Garcia zwei wichtige Members fehlen.

Also gut, ran an die Bulleten. Und gleich vom ersten Riff an hört man deutlich, wer hier am Werk ist. So sägen Pintados und Tony Normans (MORBID ANGEL, ex-MONSTROSITY) Riffs unverkennbar, und es ist eine wahre Wonne zu hören, mit welcher Genialität Mr. Sandoval seine Kessel zu Kleinholz zerballert. Dieser Mann kann kein Mensch sein! Und trotz aller Brutalität und brachialem Geschrote auf „Darker Days Ahead“ verfügen alle Songs über eine Menge Groove und Moshbarkeit. So erinnert z.B. das mit einem coolen Drum-Einstieg versehende Thrash-Monster „Crematorium“ etwas an frühe SEPULTURA, die Blast-Walze „Legacy of Brutality“ lässt durchblicken, wo VADER ihre Ideen herholen und über dem gesamten Album schwebt das Banner von MORBID ANGEL, wobei bei TERRORIZER halt nicht die virtuosen Soli eines Trey Azagthoth zu finden sind, sondern einfach die brachialen Riffs, massiv wummernde Bass-Lines (ebenfalls von Tony Norman eingezockt) und die röhrende Stimme von Anthony Rezhawk, welcher stimmlich locker als David Vincent-Double durchgeht, alles klein planieren. Unauffällig fügt sich in „Darker Days Ahead“ übrigens die neu-eingespielte Version des „World Downfall“-Tracks „Dead shall rise“ ein.

Die Produktion von dem nun zweiten Album der Death/ Grind-Legende nimmt ohne Frage die guten alten Zeiten auf und durchsetzt das ganze mit einer ordentlichen Portion Thrash. Alles wurde angemessen massiv, druckvoll, und leicht schwammig produziert. Ein wirklich starkes Album mit absolut grandiosen (vor allem beim Schlagzeug) Musikern. Eine Frage bleibt jedoch schon: Ist es nach 16 Jahren, in denen nicht nur die Nachfolge-Bands MORBID ANGEL und NAPALM DEATH das Andenken an TERRORIZER mehr als würdig weiter tragen und auch massenweise andere Bands diese Einflüsse zu sehr guten Alben verarbeitet haben, nötig diese Kult-Band wieder zu reanimieren? Oder wäre es nicht doch „besser“, hätten Pete und Jesse einfach eine neue Sideband gegründet, um dort in den Pausen ihrer Hauptbands ne Runde die Old School-Keule rotieren zu lassen?

Darüber lässt sich einige Stunden und Tage diskutieren, doch über eine Tatsache kann man sicher nicht streiten: „Darker Days Ahead“ ist ohne Frage ein verdammt starkes Stück extremen Metals!

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