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TESSERACT - One

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Artist TESSERACT
Title One
Homepage TESSERACT
Label CENTURY MEDIA
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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9.0/10 (2 Bewertungen)

TESSERACT wurden 2003 ursprünglich als Solo-Projekt des Gitarristen Acle Kahney gegründet, erste Lebenszeichen gab es jedoch erst einige Jahre später zu hören, nachdem längst eine richtige Bandkonstellation aus allesamt hervorragenden Musikern zusammengewachsen war. „One“ ist nun das erste Full-Length-Album, darauf enthalten ist die bereits im Vorjahr erschienene EP „Concealing Fate“, eingerahmt von fünf weiteren Tracks.

Geboten wird uns eine moderne, hart riffende Form des Progressive Metal, oder auch „Djent“, ein Begriff, der eigentlich eine bestimmte Anschlagsart von Gitarrenakkorden bezeichnet, mittlerweile aber auch häufig als stilistische Eingrenzung im Zusammenhang mit Bands wie beispielsweise MESHUGGAH verwendet wird. TESSERACT agieren in der Schnittmenge zwischen eben diesem Djent und dem klassischen „Frickel-Progressive“ á la DREAM THEATER und Konsorten. „One“ ist nicht so durchgängig brutal wie die genannten MESHUGGAH, auch wenn ein ähnlicher Ansatz vertreten wird und insbesondere durch die erstaunliche Synchronizität von Gitarre und Schlagzeug auch ein ansprechender Härtegrad erreicht wird. Das Ganze wird jedoch durch verschiedenste Elemente aufgelockert und in teilweise epische, teilweise herrlich verspielte Sphären gehoben, die den Songs eine geradezu leichtfüßige Eleganz verleihen. Seien es nun die cleanen Gitarren mit Chorus-Effekt, der funkige Bass zum Beispiel in „Acceptance“ oder „The Impossible“, plötzliche Double-Bass-Gewitter („Deception“), die ambient anmutenden Keyboard-Teppiche oder auch der fantastische, teilweise ergreifende Gesang von Dan Tompkins, der in seiner Melodieführung an INTO ETERNITY zu „Dead Or Dreaming“-Zeiten erinnert: Geboten wird hier vieles, was es sich zu entdecken lohnt. Und obwohl die meisten Songs des Albums bereits das eine oder andere Jahr auf dem Buckel haben, wirkt „One“ zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Weise überholt, sondern im Gegenteil jederzeit absolut taufrisch. Die druckvolle und dabei extrem transparente Produktion tut ihr Übriges.

Fazit: TESSERACT brennen auf „One“ ein 55-minütiges Feuerwerk an Musikalität ab (ein Maniac wie Devin Townsend begleitet eben auch nicht jeden auf einer kompletten Tour!), was einen ob seiner derben Riffs und vertrackter Rhythmik kaum stillsitzen lässt, aber gleichzeitig soviel Pathos und Homogenität beinhaltet, dass man zum regelrechten Schwelgen verleitet wird. Fettes Teil!!

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