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TESTAMENT - Live in London (DVD)

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Artist TESTAMENT
Title Live in London (DVD)
Homepage TESTAMENT
Label EAGLE VISION
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Nach Ohrgasmus kommt jetzt noch AUGasmus! In Form der TESTAMENT Live-DVD. Die Aufmachung ist zwar äußerst spartanisch ausgefallen, lediglich einfach aufklappbar und mit ein paar Pics vom Gig gespickt, aber bei diesem Teil saugt sich die Optik sowieso komplett am Bildschirm fest!

Gut, die Band war vor 16, 17 Jahren Live natürlich noch eine ganze Ecke wilder on Stage. Dafür sang Chuck Billy nie in seinem Leben besser als heute, und seine Sidekicks spielen dieselben damaligen jüngeren Herren glatt im Stehen an die Wand! Wenn es um geniale Soli geht, muss man Alex Skolnick einfach als einen der Ersten nennen, quer durch alle Musikrichtungen. Allein seine formidablen Darbietungen an den wechselnden Gitarren sind den Kauf dieser CD wert! Angucken und Kinnladen runterrasseln lassen. Der Mann hat nicht nur nichts verlernt seit damals, sondern noch enorm dazugelernt und sein Spiel perfektioniert. Nicht umsonst wird er von seinen Bandkollegen und besonders von Chuck mehrere Male extra angesagt und das Publikum rastet aus. Bei welcher Band wird denn der Lead-Gitarrist pausenlos vom Publikum gefeiert, als wäre der Messias zurückgekehrt? Und das nach über einer Dekade in der Versenkung? Grandios! Ein weiterer Punkt, der es alleine schon lohnt, diese DVD zu erwerben, ist das Interview mit Chuck. Leider muss man auf Grund der ganzen Hintergrundgeräusche bei der gesamten Interviewsequenz, in der alle Mitglieder zu Wort kommen, genau hinhören, da die Jungs manchmal doch etwas schwer zu verstehen sind und nicht in sterilen Zonen interviewt wurden. Was das Ganze aber auch schön authentisch erscheinen lässt.

Chuck spricht u.a. über die Bandgeschichte, seine schwere Krebserkrankung und die Rückkehr von TESTAMENT bzw. wie diese ganze Originalbesetzungsgeschichte zustande kam. Und als dieser Sympatikus vor dem Herrn darauf zu sprechen kommt, dass er nach gut 2 Jahren, in denen er an nichts dachte (außer an seine Gesundheit), wieder mit seinen Bandkollegen/ Freunden zusammenkam und es als das Großartigste ansieht, mit den Jungs auf Tour sein zu können und jeden Abend vor Hunderten Fans zu spielen, da werden bei diesem Bär von Mann doch glatt die Augen ein wenig feucht, und der Blick wandert sinnierend ins Weite. Ergreifend! Er ist einfach dankbar, dass er das alles noch erleben darf, die alte Magie wieder da ist, und dass die Fans das alles erst ermöglicht haben. Und genau diesen Spaß vermittelt er auf der Bühne. Neben dem Frontindianer und dem optischen George Clooney an der Gitarre darf man natürlich nicht die anderen Herren vergessen. Schließlich ist es auch Eric Peterson zu verdanken, dass TESTAMENT all die Jahre mit wechselnden Besetzungen durchgehalten haben. Bassist Greg Christian spielt noch immer in der 1. Liga, Schlagwerker John Tempesta zockt die alten Songs vielleicht einen kleinen Touch modern-Thrashiger. Das sind allerdings lediglich Nuancen.

Was dann im zweiten Part des Sets bei „Practice what You Preach“ losbricht, als Ur-Schlagzeuger Louie Clemente auf dem Hocker platz nimmt, entbehrt jeglicher Beschreibung. Der Mann war 13 Jahre von der Bildfläche und seinem Kit verschwunden, daher schaffte er es auf Grund der kurzfristigen Ansetzung der Tour lediglich sich 6 Tracks draufzuschaffen. Die reichen allerdings, um das Publikum völlig ins Nirwana zu dengeln. DAS ist die definitive Besetzung DER definitiven Thrashcombo! Basta. Nach der genialen Halbballade „The Legacy“ prügeln die Fünf mit „Over the Wall“/ „Raging Waters“/ „Disciples of the Watch“ alles in Grund und Boden – einen solch göttlichen MOSH-Pit (remember?: Good Friendly Violent Fun…) habe ich seit über einer Dekade nicht mehr gesehen! Bleibt zu hoffen, dass sie in dieser Besetzung noch mal auf Tour kommen und dann auch mal in den nördlichen Regionen Deutschlands halt machen.

Der Sound ist übrigens absolut Granate. Dass das Bild manchmal etwas hektisch geschnitten ist, interessiert nicht wirklich. Die Bildqualität ist ansonsten erste Sahne und es werden reichlich verschiedene Aufnahmepositionen genutzt. KAUFEN diese Zeitmaschine und zelebrieren! Bang that Head that doesn’t Bang…

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