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TESTAMENT - Live in London

VN:F [1.9.22_1171]
Artist TESTAMENT
Title Live in London
Homepage TESTAMENT
Label SPITFIRE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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OHRGASMUS!!! Und das gleich 14 mal in 66 Minuten! TESTAMENT in der legendären End-Achziger-Besetzung Billy/ Peterson/ Skolnick/ Christian/ Clemente, die für einige der wichtigsten jemals erschienenen Thrash-Songs verantwortlich zeichnen. Dass ein solches Happening natürlich tonträgertechnisch ausgeschlachtet werden würde, war ja logisch. Und solange dabei ein solches zeitgeschichtliches Dokument herauskommt, ist das auch nur wünschenswert! Jeder Track eine absolute Perle für sich, veredelt von dem unglaublichen Alex Skolnick, der ja mit Metal eigentlich gar nix mehr am Hut hat. Spielt aber trotzdem auf einem anderen Planeten der Mann! Bei seinen Soli können mal alle anderen Thrash-Gitarreros einpacken. Auch die reaktivierten Greg Christian am Bass und Louie Clemente am Schlagzeug (in der 2. Hälfte des Sets) zeigen, dass sie nichts verlernt haben. Eric Peterson rifft wie eh und je alles in Grund und Boden, und wer in Frontindianer Chuck Billy nicht den Frontmann schlechthin sieht, dem ist eh nicht mehr zu helfen.

Der Sound ist dazu auch schön fett und authentisch. Lediglich das Booklet hätte man doch ein wenig interessanter gestalten können bei diesem Ereignis. Die Fotos sind zwar cool, aber alle der DVD entnommen. Ein paar alte Schnappschüsse wären da doch auch bestimmt noch drin gewesen. Aber bei einer solchen Jahrhundert-Setlist ist das nebensächlich. Das ausverkaufte Venue in London dreht logischerweise komplett durch. Dem Erbsenzähler fehlen aber trotzdem einige Tracks vom Debüt, welches man eigentlich auch hätte komplett runterholzen können. Wo sind „Apocalyptic City“, „First Strike is Deadly“ oder „C.O.T.L.O.D.“? Ganz zu schweigen von dem Demo-Klassiker „Reign of Terror“! Aber vielleicht tun sich die Herren ja zum 25.oder 30. Bandgeburtstag noch mal zusammen… Das Opening-Triple „The Preacher“/ „The New Order“/ „The Haunting“ entfacht ja schon ein Inferno sondergleichen, doch die 3 Rausschmeißer „Over the Wall“/ „Raging Waters“/ „Disciples of the Watch“ lassen sämtliche noch funktionablen Nackenwirbel bersten! THRASH as Thrash can be! Womit wieder einmal bewiesen wäre, dass die ganzen alten Säcke auch nach über 20 Jahren noch unangefochten regieren im Metal-Land, und das auch so bleiben wird. Lieber zum 95. Mal TESTAMENT mit ollen Kamellen, als z.B. zum 12. Mal THE HAUNTED oder HATESPHERE, die zwar beileibe nicht schlecht sind, aber gerade in Punkto Ausstrahlung und Songwriting nicht an die 80er-Ikonen heranreichen. Da auch andere 80er-Heroen wie EXODUS, OVERKILL oder auch HELLOWEEN gerade ihre stärksten Alben seit über 15 Jahren rausgehauen haben, wird es schwer sein für den „Nachwuchs“, aus dem Schatten zu treten. SLAYER, RUNNING WILD, IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder METALLICA sollten sich die Alben der Kollegen mal genauestens zu Gemüte führen und abhören, wie man auch nach 20 Jahren noch an die eigenen Bandklassiker herankommt!

Bei TESTAMENT bleibt abzuwarten, ob sie mit ihrem neuen Studiowerk den immens großen Erwartungshaltungen gerecht werden können, nach der bärenstarken letzten Studioscheibe „The Gathering“ und den nicht minder schwachen Neuaufnahmen von „First Strike Still Deadly“. Ich gehe davon aus!

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