| Artist | THANATEROS |
| Title | Liber Lux |
| Label | NEW CRUSADE |
| Leserbewertung |
THANATEROS – Das ist die Vereinigung von Thanatos und Eros, den Göttern des Todes und der Liebe… Und vor allem ist es eine verdammt gute Band mit einem ausgezeichneten Sound. Klar, nicht unbedingt neu, aber gerade das aktuelle Album ist wieder sehr interessant und hörenswert ausgefallen. Die Band um Mastermind Ben Richter (Vocals, nun auch THE CASCADES, EX-EVER EVE) besteht aus Musikern, die ihr Handwerk definitiv verstehen. Im Instrumentarium sind neben den üblichen Instrumenten auch die “Fiddle” oder diverse Flöten anzutreffen.
Diese ganze Horde fabriziert eine Mischung aus Folk- und Mittelalter-Klängen, gepaart mit einer kräftigen Portion Gothicrock. Dieser Mix verschmilzt auf dem vorliegendem Werk perfekt zu einer Einheit, zudem ist die Produktion sehr erdig ausgefallen. Nicht zu undergroundig, aber hart und wuchtig. Nicht zu modern, dafür roh und ungeschliffen. Das ganze hört sich noch nach einer echten „Bandleistung“ an und nicht der Nachbearbeitung am Computer. Die Mischung macht also das aus, wofür THANATEROS stehen. Die Melodien der Geige entführen einen in ferne Welten, die coolen Riffs holen einen dagegen immer wieder sehr schnell auf den Boden der Tatsachen zurück. Auch wenn es etliche Mittelalterbands gibt, die einen Gothic Einschlag besitzen – diese Combo ist anders. Und das ist auch gut so! Die Jungs heben sich aus der Masse ab und dafür spricht nicht nur ihr Aussehen. Sie sind reifer und älter, sie leben den „alten“ Gothic und der spiegelt sich deutlich in den Kompositionen wider. Dennoch wird nicht gänzlich auf Elektronik verzichtet. Diese ist aber minimal und songdienlich eingesetzt. Sehr rockig und brachial geht es u.a. bei „Illumination“, „All those Years“ oder „Morrigan“ zu, wohingegen „Asatoma (fragment 2008), „Emain Ablach“ und „Fear A Bhata“ ruhiger und verträumter daherkommen. Keinem der Titel mangelt es aber an Melodien oder Wiedererkennungswert.
Und nun noch das Wort zum Sonntag: Durchaus sehr gelungen und ohrwurmig präsentiert sich hier der neueste Silberling aus dem Hause New Crusade Records.

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