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THE AIRBORNE TOXIC EVENT - Such Hot Blood

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Artist THE AIRBORNE TOXIC EVENT
Title Such Hot Blood
Homepage THE AIRBORNE TOXIC EVENT
Label MEMBRAN
Leserbewertung
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7.8/10 (5 Bewertungen)

Endlich ist er da, der neue Silberling von THE AIRBORNE TOXIC EVENT! „Such Hot Blood“ heißt er und folgt auf die 2011er VÖ „All At Once“. Meine ungeteilte Aufmerksamkeit konnten Mikel Jollett (Vocals, Gitarre & Keys), Steven Chen (Gitarre & Keys), Anna Bulbrock (Bratsche, Keys, Tambourin & Backing Vocals), Noah Harmon (Bass & Backing Vocals) sowie Daren Taylor (Schlagzeug) bereits 2009 mit ihrem selbstbetitelten Debüt erlangen, nur habe ich es leider nie geschafft, TATE live zu erleben. Weder als Support von KINGS OF LION, FRANZ FERDINAND oder der TING TINGS, noch als Mainact. Auch im Oktober muss ich dumerweise wieder passen, wenn der Fünfer sich erneut die Ehre gibt, an fünf Terminen auf bundesdeutschen Bühnen zu spielen. Der geneigte Terrorverlag-Leser sollte hingegen sehen, dass er ein Ticket für seine Stadt bekommt, denn auch „Such Hot Blood“ lässt mal wieder keine Wünsche offen!

Gleich mit dem eröffnenden „The Secret“ legend die Kalifornier mit großen Melodien los, die sich auch in der ersten Singleauskopplung „Timeless“ mit opulenter Instrumentierung und viel Leidenschaft wiederfinden. In diesem Sinne schließt sich das treibende „What’s In A Name“ an, bevor „The Storm“ leisere Töne anschlägt und die Stimmen von Jollett und Bulbrock auf das feinste vereint. Streicher und zarte Piano-Akkorde beherrschen anfangs das zunächst wehmütige „Safe“, um dann wieder an fordernde Langäxte abzugeben und das Tempo zu steigern. Gut gelaunt übernimmt das temperamentvolle „Bride & Groom“ und auch „True Love“ bringt frischen Wind mit, ehe das monumentale „This Is London“ wieder einen Gang zurückschaltet und Viola und Klavier äußerst gefällig verbindet. Ein wunderbar melancholisches Duett liefern Mikel und Anna mit dem energiegeladenen „The Fifth Day“ ab, um dann mit „Elizabeth“ in eine schwermütige Welt ruhiger Zwischentöne einzutauchen. Zweifellos eines der Highlights dieser Platte, bei der sich im Übrigen eine Indie-Rock-Perle an die nächste reiht. Deshalb ist es auch sehr schön, dass es mit „Dublin“ und „The Way Home“ für uns Europäer noch einen Nachschlag gibt. Die Liebeserklärung an die Stadt an der Liffey ist ebenso reduziert wie bezaubernd ausgefallen und auch das finale „The Way Home“ spielt überzeugend mit folkigen Versatzstücken und abwechslungsreichen Arrangements.

Zehn Jahre haben TATE inzwischen auf dem Buckel und dass Mikel Jollett und seine Truppe so hörenswerte Musik machen, ist genau genommen dem traurigen Umstand geschuldet, dass der Sänger 2006 in kurzer Folge mehrere persönliche Schicksalsschläge verpacken musste. Einzig die Mucke hat ihm dabei helfen können und nach genau diesem Herzblut klingen auch wieder die Songs auf „Such Hot Blood“. Benannt hat sich die Kapelle übrigens nach einem Zwischenfall in dem Roman „Weißes Rauschen“, bei dem sich nach einem Zugunglück eine Giftwolke ausbreitet. Giftig ist das sicher nicht, was THE AIRBORNE TOXIC EVENT da zu Gehör bringen, entziehen kann man sich dem allerdings auch nicht, aber warum sollte man das auch tun!?

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