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THE AMBER LIGHT - Play

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Artist THE AMBER LIGHT
Title Play
Homepage THE AMBER LIGHT
Label SUPERBALL MUSIC
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Beim ersten Blick auf das Artwork frage ich mich spontan, ob hier wohl bei PLACEBOs „Meds“ geklaut wurde. Auch wenn das Geschlecht vertauscht wurde und der Herr bei „Play“ bekleidet ist, ist die Machart doch sehr, sehr ähnlich. Ob das wohl auch auf die Musik der Wiesbadener zutrifft?

Tatsächlich klingt der Opener „Mody“ in Teilen stark nach PLACEBO. Hier und da weist die Stimme von Sänger, Gitarrist und Keyboarder Louis Gabbiani deutliche Ähnlichkeiten mit Brian Molko auf, auch die knisternden Gitarrenläufe scheinen stark von den Briten beeinflusst zu sein. Glücklicherweise kopieren THE AMBER LIGHT jedoch nicht platt, sondern bringen ihre eigene, facettenreiche Note ein. Hörenswerte sind Songs wie die melancholische Gitarrennummer „All Over Soon“ oder das keyboardgetragene „Waste“ allemal. Mit „Drake“ gehen THE AMBER LIGHT, die seit 2001 aktiv sind, andere Wege und setzen auf minimalistische Sounds, die hier und da einen Gitarrenriff als Topping erhalten. „Never Fade Out“ versprüht hingegen Indie-Charme und gefällt mit schönen Arrangements und eingängigen Melodien. „The Deep Twist“ ist ein eher düsterer Vertreter, der mit einem Herzschlagbeat daher kommt und vom treibenden „Fire Walk With Me“ abgelöst wird. Nicht weniger druckvoll geht es mit „Still Going Nowhere“ weiter, bevor Does It Ever Get Better“ rhythmusverliebte Sixties-Harmonien ins Rennen schickt. Der Titeltrack „Play“ nimmt sich wieder ein wenig zurück und verteilt fragile Klangtupfen. Schleppende, dunkle Sounds folgen mit „No Love Lost“, das auch in der Gothic-Gemeinde Anklang finden würde. Nach diesem etwas verstörenden Ausflug in die Düsternis verabschieden sich THE AMBER LIGHT mit einer weiteren Ballade: „…And Then It Stopped Raining“ lässt das zweite Album der Herren Gabbiani, Dasgupta (Bass), Sydow (Gitarre) und Fisher (Drums) gefühlvoll und mit Klaviergeklimper ausklingen.

Zu Beginn orientiert sich das Quartett, das momentan WIR SIND HELDEN, OZEANSIZE und …AND YOU WILL KNOW US BY THE TRAIL OF DEAD supportet, vielleicht eine Spur zu sehr an PLACEBO, entwickeln im Laufe der Platte jedoch immer mehr Eigenständigkeit und kann mit seiner experimentierfreudige Popmusik uneingeschränkt überzeugen. WIR SIND HELDEN-Gitarrist Jean Michel Tourette war gar so begeistert von THE AMBER LIGHT, dass er spontan beschloss, „Play“ mit zu produzieren.

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