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THE ANCIENT GALLERY - Kopfdelay

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Artist THE ANCIENT GALLERY
Title Kopfdelay
Homepage THE ANCIENT GALLERY
Label NOISEWORKS RECORDS/ SX DISTRIBUTION
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Es ist immer wieder spannend, von kleinen, noch relativ unbekannten Bands überrascht zu werden. Und das obwohl „Kopfdelay“ bereits das zweite Release der Künstler darstellt (nach „Deinstallation“, ebenfalls auf Noiseworks). Im Promosheet wird besonderen Wert auf den hohen Anspruch der vier beteiligten Musiker gelegt, die bereits seit 10 Jahren miteinander kreativ sind. Man fing als reine Coverband an, die in ganz kleinen Clubs auftrat. Hin und wieder holte man sich auch Photographen, Maler oder befreundete Tänzer mit auf die Bühne, um ein Gesamtkunstwerk zu erschaffen. Aus dieser Vielseitigkeit resultiert sicher auch der hohe Anteil an Gastmusikern auf diesem Werk: Dabei sind Lars Rudell (Ex-BLIND PASSENGERS), Antje Dieckmann (MORTALIA) oder auch Bbreuler von den mittlerweile verblichenen INCHTABOKATABLES. Tec_DC (TANZWUT, CORVUS CORAX) mixte die Scheibe.

Ok, was haben wir denn nun für Musik zu erwarten? Akademiker Sounds ohne Breitenwirkung? Ganz im Gegenteil, man bewegt sich in der Schnittmenge von STERIL, OOMPH und neueren PARADISE LOST, d.h. Electronica werden geschickt mit harten Gitarren vermischt. Das Drumming übernahm Freund Computer und legt damit einen tanzbaren Rhythmus unter die Gitarren aus der NDH-Fraktion. Meist ist die Strophe verhalten aufgebaut und explodiert dann in einem eingängigen und aggressiven Refrain. Einziger Unterschied zu ähnlich gelagerten Kapellen ist der textliche Anspruch, der sich in Wortspielen und hintergründigen Messages ausdrückt. Das ist sicher Geschmacksache, denn hin und wieder werden die Grenzen zur intellektuellen Albernheit nur um ihrer selbst überschritten. Das ist aber nicht weiter relevant, denn die Musik animiert zum Tanzen und (sogar!) Bangen und kann weitaus renommiertere Acts deutlich in den Schatten stellen.

So hoffe ich, dass diese Zeilen den einen oder anderen zur intensiven Auseinandersetzung mit THE ANCIENT GALLERY bewegen und außerdem kann ich auch den Besuch der Homepage (s.u.) sehr empfehlen, auf der mannigfaltige Downloads zur Verfügung stehen. Man hat z.B. gerade einen Remix Contest der Vorzeige-Düsterlinge DAS ICH gewonnen, mit der Neuinterpretation von „Der Schrei“

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