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THE AWAKENING - Razor Burn

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Artist THE AWAKENING
Title Razor Burn
Homepage THE AWAKENING
Label MASSACRE RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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Doch eigentlich logisch, dass vom schwarzen Kontinent auch düstere Musik kommt, oder? So richtig viel hört man diesbezüglich dennoch nicht aus dem fernen Afrika. Allerdings gibt es ganz tief im Süden eine Combo, die fleißig fast jedes Jahr ein neues Album veröffentlicht. Damit haben sie es bis an die Spitze der südamerikanischen Goth Rock-Szene geschafft und konnten sogar internationale Acts überflügeln. Die Rede ist natürlich von THE AWAKENING, die ihren neunten Longplayer unter die Schwarzkittel bringen wollen. Zu diesem Zweck hat Mastermind/ Multitalent Ashton Nyte ein Dutzend Songs geschrieben und auch gleich mal produziert. Auch für Gesang, Gitarre und Keys zeichnet der umtriebige Nyte verantwortlich, komplettiert von Marcus van der Tuin an der zweiten Gitarre, Herman Kruger (Drums & Percussion) sowie Frankie (lark Bass und Backing Vocals)

Mit düsteren, nicht zuzuordnenden Klängen startet „Razor Burn“ mit „(Outside The Asylum)“, bevor es auf „Arrow“ weitergeht mit einem Konglomerat aus elektronischen Klangteppichen und heftigen Gitarrenriffs, gekrönt von Ashtons charismatischer Stimme. Einer meiner Favoriten ist „Heaven Waits“, das wieder recht elektronisch startet, viel Platz für die sonore Stimme des Fronters lässt und auch die Saiteninstrumente entsprechend berücksichtigt. Etwas härter und schneller kommt „The Neon Sky“ daher und dürfte so auch den einen oder anderen Metaller ansprechen. Dafür setzt der Titelsong „Razor Burn“ verstärkt auf die Keys und die fast geflüsterten Textpassagen, die sich gemeinsam mit den Langäxten zu einem melodischen Gewitter entladen. Ein Höhepunkt des Silberlings! „Darkness Calls (Razor Burn Part 2)“ fällt dagegen ein wenig ab, ist aber nur ein klitzekleiner Durchhänger, denn schon „Bleeding“ weiß erneut durch abwechslungsreiche Tonfolgen und eindringlichen Gesang zu überzeugen. Langsam steigt die Spannung, die sich gitarrengeprägt entlädt. Anders „Descent“, das mit Abstand elektronischste und tanzbarste Stück des Silberlings. Auch leise Töne fehlen nicht auf der aktuellen Veröffentlichung. Jedenfalls startet „Oblivion“ so, legt dann noch ein wenig an Intensität zu und spielt sich so in die Herzen und Gehörgänge sämtlicher Goth- und Metal-Freunde. Monotone Klavierakkorde markieren den Beginn von „Halo“ und ziehen sich wie ein roter Faden durch den Song, den der Chef abermals mit seinem Gesang adelt. „Below“ begnügt sich anfangs gar mit einzelnen Klaviertönen, die jedoch alsbald Unterstützung durch ebenfalls sparsam eingesetzten Percussion- und Saiteninstrumente finden. Einzig Gesang ist bei diesem Titel nicht vertreten. Fast scheint es, als sollte „Below“ den Weg ebnen für den letzen Song „Asylum“, der ähnlich beginnt, dann aber auch mit markigen Vocals unterlegt wird.

Ganz offenbar gibt es in Südafrika nicht nur Goldminen, sondern auch Goldkehlchen, das Organ von Mr. Nyte vermag jedenfalls absolut zu überzeugen! Auch als Komponist hat der Herr alles richtig gemacht und zusammen mit seiner Band ein sehr melodisches und kraftvolles Album eingespielt, das sie selbst als „dunkel und heavy mit einem einzigartigen und surrealen Optimismus“ bezeichnen. Auf jeden Fall muss das Quartett sich nicht hinter skandinavischen Goth Rock-Kollegen wie z.B. den 69 EYES oder NEGATIVE verstecken, in deren geografischer und musikalischer Nähe man THE AWAKENING eher vermuten würde als im sonnigen Südafrika.

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