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THE BANNER - Frailty

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE BANNER
Title Frailty
Homepage THE BANNER
Label FERRET
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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„Frailty” ist ein ausgekotzter Hassbrocken, der so auch auf Relapse hätte erscheinen können. Gleich der sympathisch betitelte Opener „Welcome Fuckers“ verwirrt mit verzerrten Vocals, die von einem Southern-Bottleneck-Lick unterlegt werden. Da beschleicht einen schon die unschöne Vermutung, dass im Folgenden nicht unbedingt leichtfüßige Melodien und geballte Schönheit das Geschehen bestimmen werden. So beginnt der folgende Track „The Wolf“ auch gleich mit einem doomigen, dreckigen, fiesen Riff, um dann in ein wildes Gemetzel überzugehen…

„Basically with this record, I cut all the bullshit“, gibt Frontsau Joey Southside zu Protokoll. Und nach Inspektion des Tonträgers, nimmt man ihm diese Worte auch unbenommen ab. Songtitel wie „Funerals“ oder „IWIWD“ („I wish I was dead“) zeugen von wenig Lebensfreunde des Frontmanns (auch wenn er sich genötigt fühlte, auf der MySpace-Seite hinzuweisen, dass Selbstmord keine Lösung sei. Textpassagen wie “I’ve got head full of bad ideas, I’ve got a pocket full of lead, I’ve got a gun down in my hand and I put it to my head, all I do is lose. I’m held together by a thread. I wish to god I was never born. I wish I was fucking dead.“ lassen natürlich Rechtsanwälte vorsorglich schon einmal einen Schrieb aufsetzen…). Kein Wunder, das SHAI HULUD unter den Top-Friends der Band zu finden sind.

Die kurzzeitig aufgelöste New Jersey-Bande bietet also auf ihrem Follow-Up zu dem ebenfalls auf Ferret erschienenen Album „Each breath haunted“ eine textlich wie musikalisch kompromisslose Kost, die aus Metal, Punk und Hardcore die dreckigsten Anteile siebt und ohne großes Nachdenken eingespielt wurde. Scheppernde Drums und streckenweise überraschend zurück gemischte Gitarren unterstreichen die nihilistischen Soundeskapaden und bescheren dem überrollten Zuhörer eine völlig unszenige Veröffentlichung (und das obwohl durchaus Metal-Core-Breakdowns zelebriert werden). Das erinnert an Bands wie CURSED (R.I.P.) und CATHARSIS, aber auch an Düster-Stampf-Metal á la ENTOMBED. Tracks wie „Dusk“ lassen auch für die Zukunft noch Großes erwarten, denn hier wird diese Mischung zur Höchstform getrieben (Stoner-Riff und Lagerfeuer-Grusel-Romantik inklusive). Da steckt also noch ein großes Potential in den Jungs (wenn sie sich nicht wieder auflösen).

Wer also neuen Stoff zur Kanalisation seiner negativen Gedanken braucht, um nicht frohgelaunt dem nächsten Schlecker-Markt – mit einer Pump gun ausgestattet – einen Kurzbesuch abzustatten, ist mit „Frailty“ bestens bedient. Schöngeister lassen besser ihre Finger von diesem vertonten Clive Barker Roman.

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