Band Filter

Request did not return a valid result

THE BEAT OF BLACK WINGS - Humility

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE BEAT OF BLACK WINGS
Title Humility
Homepage THE BEAT OF BLACK WINGS
Label LARIMDA RECORDS
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

THE BEAT OF BLACK WINGS könnte eine richtig gute Neofolk-Band abgeben. Das beweist das sehr gelungene „Void (Pt. 2)“, der zweite Track auf dem neuen Album der Iserlohner Ivonne Kalff und Eric Schürmann. Leider ist aber „Humility“ kein Neofolk-Album. Stilistisch bewegen sich die restlichen Lieder eher in düsteren Wave- und New-Age-Gefilden. „Leider“ deshalb, weil diese Tracks bei aller Liebe nur belanglos daherplätschern und weder originell noch sonderlich bewegend sind. Keyboards und (teils akustische) Gitarren sind das hauptsächliche Instrumentarium, ab und zu aufgelockert durch Violine oder Flöte. Flächige Synthiesounds und darüber dezente, wavige Gitarrenspuren, das ist die Grundstruktur fast aller Songs auf dem gesamten Album. Der monotone Sprechgesang von Eric trägt auch nicht gerade dazu bei, Spannung zu erzeugen, ergänzt sich allerdings mit der Monotonie der Melodieverläufe. Yvonne dagegen weiß ihre Stimme gekonnt einzusetzen und verleiht so manchem Langweiler noch lichte Momente.

Textlich befasst man sich mit der Entwicklung und Sinnsuche eines Individuums in der heutigen Gesellschaft. Neben selbst verfassten Lyrics bedient man sich auch bei William Blake („Roots“ und „Humility“) sowie Hermann Hesse („Seltsam“ und „Fernes Licht“). Oder sollte ich sagen: vergreift man sich? Selten habe ich eine so uninspirierte Gedichtvertonung gehört, wie bei „Seltsam“, für das Hesses „Im Nebel“ Pate stand! Die eigenen deutschen und englischen Texte, die zwar nicht im Booklet abgedruckt aber auf der Website zu finden sind, sind esoterisch-spirituell angehaucht. Kompetenter und korrekter Umgang mit der englischen Sprache ist bedauerlicherweise nicht immer gegeben, auch wirkt der mit Vorliebe verwendete Paarreim manchmal etwas billig und bemüht.

Mit „Humility“ scheint aber Eric Schürmanns Produktivität noch nicht erschöpft. So ist auf diesem Album nur ein Teil seiner neuen Songs vertreten, der Rest soll voraussichtlich noch dieses Jahr auf seinem neu gegründeten Label „Larimda Records“ veröffentlicht werden und den Albumtitel „Garden of Love“ tragen. Hoffentlich zeigt sich dieser Nachfolger etwas abwechslungsreicher, denn „Humility“ bedeutet nicht nur „Demut“ sondern auch „Bescheidenheit“ – und bescheiden ist es wirklich, was hier abgeliefert wurde. Wirklich kein Album, was ich uneingeschränkt weiterempfehlen würde. Man könnte es allenfalls bei einem Rollenspielabend oder zu esoterischen Yogiteekränzchen im Hintergrund laufen lassen, sobald man aber aufmerksam zuhört, gibt der Longplayer nichts mehr her. Wirklich schade, dass THE BEAT OF BLACK WINGS keine Neofolk-Band ist…

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

Mehr zu THE BEAT OF BLACK WINGS