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THE BEAUTY OF GEMINA - At the End of the Sea

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Artist THE BEAUTY OF GEMINA
Title At the End of the Sea
Homepage THE BEAUTY OF GEMINA
Label DANSE MACABRE
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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7.5/10 (15 Bewertungen)

THE BEAUTY OF GEMINA scheinen eine ausgesprochen produktive Band zu sein, denn kaum eineinhalb Jahre nach ihrem Zweitwerk legen sie nun mit „At the End of the Sea“ bereits nach. Gut für mich, denn seit ich „A Stranger to Tears“ besprechen durfte, bin ich ein Fan der drei Schweizer und auch heute rotiert oben genanntes Album immer noch regelmäßig in meinem heimischen Player und im Auto. Meine Sorge ist ja immer ein wenig, wenn Alben so schnell nacheinander erscheinen, dass die Qualität evt. darunter leidet, aber um das mal vorweg zu nehmen, das ist im Falle von „At the end of the sea“ definitiv nicht der Fall.

Zwar ist man im Gegensatz zum Vorgänger ein wenig von der Elektronik abgewichen, hin zu mehr Gitarren, aber ansonsten ist es der typische THE BEAUTY OF GEMINA Sound. Nicht zuletzt dank der markanten Stimme von Michele Sele. Früher übrigens Gitarrist der Band NUUK, welche ich mal vor Jahren im Vorprogramm von ASP gesehen habe (so als Trivia am Rande). Auch dieses Mal setzt man wieder auf allumfassende Düsternis. Sowohl was Sound, Texte als auch die Covergestaltung anbetrifft. Und so banal das jetzt auch klingen mag, so genial wurde es umgesetzt. Trotz Anleihen bei der einen oder anderen Genre-Formation klingt man nach wie vor individuell und nicht wie der 100. Abklatsch von etwas anderem. Der Opener „Dark Rain“ sowie „Rumours“ sind musikalisch vergleichsweise heiter ausgefallen im Gegensatz zu den folgenden Titeln, in denen sich die Spirale der Melancholie unaufhaltsam abwärts dreht, um dann auf der Hälfte mit „End of all“ und „In silence“ am absoluten Nullpunkt anzukommen. Wobei letzteres mit einem unglaublich guten Text aufwarten kann. Wirklich fröhlich geht es auch danach nicht weiter. „A fortune teller’s dream“ kann mit schönen Streichereinsätzen aufwarten, „Black cat nights“ hingegen wirkt etwas hektisch, erinnert aber neben „Obscura“ und „Counting tears“ noch am ehesten an das Vorgängeralbum. Den Abschluss findet „At the end of the sea“ mit „Narcotica“ und „Endless sleep“, wobei ersteres wieder mit einem hervorragenden Text dienen kann und letzteres sich erneut in ruhigere Gefilde zurückzieht und somit einen würdigen Schluss bietet.

Ich persönlich finde, dass „At the end of the sea“ auf den ersten Blick nicht ganz so eingängig wirkt wie der Vorgänger, aber spätestens im zweiten Anlauf entpuppt es sich als wirklich großartiges Werk. Fröhliche Zeitgenossen sollten dennoch lieber die Finger davon lassen, aber jeder, der sich gerne auch mal seiner Melancholie hingibt und seinen Depressionen freien Lauf lässt, sollte unbedingt zugreifen. Für mich auf jeden Fall schon jetzt eins meiner Alben des Jahres.

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