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THE BLACKOUT ARGUMENT - Smile like a Wolf

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Artist THE BLACKOUT ARGUMENT
Title Smile like a Wolf
Homepage THE BLACKOUT ARGUMENT
Label LET IT BURN
Leserbewertung
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9.5/10 (2 Bewertungen)

Jetzt sitze ich hier, will meine kritische Meinung über ein musikalisches Schaffenswerk niederschreiben – und prompt fällt mir nichts ein! Nix mehr drin im Kopp! Kompletter Verlust der Erinnerung, Totalausfall des Hauptrechners „HIRN“, ein ganz klassischer Blackout! „Ja, ist klar, der faule Sack hat nur keinen Bock“, werden jetzt wohl manche denken: „Ein Blackout ist doch kein Argument!“ Ach ja? Das sagen die nun so Denkenden wohl am besten den fünf Münchenern von THE BLACKOUT ARGUMENT, die können darüber nur lächeln! „Smile Like A Wolf“ ist nämlich der Name ihrer EP, die es bereits seit einiger Zeit kostenlos und vor allem legal (!) auf der Band-Website herunterzuladen gibt. Umso überraschter (im freudigen Sinne) bin ich nun, das Liedgut der seit 2006 bestehenden Formation außerdem auf Scheibe mein Eigen nennen zu dürfen.

Müsste man dafür Geld zahlen, der Opener der 5-Track-EP wäre es wert! Ziemlich Metalcore-isch schmettert „Snob Revolution“ los: Double Bass, treibendes Riffing und gekonntes Shouting; man kennt es ja – zumindest in der Theorie! Denn THE BLACKOUT ARGUMENT haben es geschafft, das ganze ein wenig zu entstauben und durch eine eigene Melodieführung aufzulockern. So groovt das gute Stück mächtig voran, erinnert vom Bass und stellenweise bei den Riffs an THE SORROW und kann auch mit dem klar gesungenen Refrain überzeugen. Eine ganze Spur seichter, eingängiger und noch melodiehaltiger geht es weiter mit „Vampire Searching For Some Light“. Der Song weist absoluten Club-Hit Charakter auf, beginnt leicht rockig mit einem Hang zum Emo-Genre, mündet dann aber in einen alles zerstaubendem Breakdown (an alle DJs die das hier lesen: Ich will das bei einem jeden von euch in der Playlist sehen!). „From Black to Black“ ähnelt dann wieder dem Opener und Vokalist Raphael kratzt beim Ausüben seiner Aufgabe fast so schön wie Tim McIlrath (RISE AGAINST). Dann kommt der Titelsong, der mir persönlich eine Riesenfreude macht: Meine Ohren täuschen mich nicht, denn nach einiger Recherche habe ich Gewissheit: Das ist doch tatsächlich Vuki, der da mit seinem unverkennbaren Organ, welches sonst im Dienst des Emocore-Quintetts COMECLOSER steht, ein Gastspiel gibt. Besaß ich im Vorfeld schon die Demos und ein T-Shirt, habe ich COMECLOSER spätestens seit sie vor Jahren die kleine Kneipe in meinem Wohnörtchen musikalisch abgerissen haben (seit dem Gig, bei dem durch den wummernden Sound Gläser aus den Schränken fielen, herrscht dort Auftrittsverbot im Rahmen von Live-Musik-Veranstaltungen) einfach in mein Herz geschlossen! Super Sache, diese Stimme der nun (noch!) nicht wirklich bekannten Truppe unerwartet, aber nicht unwillkommen wiederzuhören. Vuki ergänzt sich in dem knackig-harten Melodic Hardcore-Song sehr stimmig mit Raphael und sorgt dafür, dass er noch mal ein ganzes Pfund zulegt. Der fünfte und letzte Track „Back in Decontrol“ gibt einem dann noch den letzten Rest und lässt mit seinem bedrohlichem Riffing und dem Drum-Gewitter noch mal unermüdlich den Hammer kreisen. Und auch Saschas Umgang mit seiner Bass-Gitarre muss an dieser Stelle einfach mal stellvertretend für alle Kompositionen gelobt werden: der Junge holt da echt so einiges Raus und ist ein echter Gewinn für die Sache!

Bereits beim Opener wird sofort klar, dass man hier nicht irgendeinen Ramsch untergejubelt bekommt. Was man da vernimmt, ist äußerst beachtlich produziert, kostenlos und die Songs sind auch verdammt noch mal gut – wo gibt’s denn so was? Das gibt’s bei THE BLACKOUT ARGUMENT, da wo einem bei 5 Titeln fast 15 Minuten lang ein Lächeln im Gesicht steht, man dann die CD auf „Repeat“ stellt und weiter lächelt: Smile Like A Wolf! Eine sehr gefällige Mischung irgendwo zwischen BOYSETSFIRE, NME.MINE und ein bisschen RISE AGAINST, bei der man Melodie, aber auch reichlich Stoff zum moshen hat! Zieht euch das Ding ganz offiziell von ihrer Website, ihr habt nichts zu verlieren: stattdessen gewinnt ihr nur (und da möchte ich vor allem auch die DJs ansprechen: In die Playlist damit, vor allem „Vampire Searching For Some Light“ – aber am besten alle – zwischendurch dürft ihr dann auch mal COMECLOSER spielen)

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