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THE BLOOD ARM - Bomb Romantics (2026 Remaster)

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Artist THE BLOOD ARM
Title Bomb Romantics (2026 Remaster)
Homepage THE BLOOD ARM
Label R.I.P. BEN LEE RECORDS
Leserbewertung
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Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich THE BLOOD ARM in Großbritannien verorten. Tatsächlich wurde die Alternative-Kapelle jedoch Anfang der Nuller-Jahre in Los Angeles gegründet. Zu den erklärten Fans der Band zählen FRANZ FERDINAND, die derart begeistert auf einem Warehouse-Aftershow-Auftritt nach ihrem eigenen Gig in L.A. waren, dass der FF-Fronter Alex Kapranos THE BLOOD ARM zu seiner Lieblingsband kürte. Das löste einen regelrechten Hype auch auf unserer Seite des Atlantiks aus und führte Nathaniel Fregoso (Gesang), Zebastian Carlisle (Gitarre) und Dyan Valdés (Keyboard) möglicherweise 2011 auch nach Berlin. Der ursprüngliche Drummer Zachary Amos war zu diesem Zeitpunkt bereits ausgestiegen und das im Eigenvertrieb in einer Auflage von nur 1.000 CDs produzierte Langspiel-Debüt „Bomb Romantics“ längs vergriffen.

Lange hat man von THE BLOOD ARMS nichts mehr gehört, 2017 ging man vielmehr in eine Pause, aus der sich die Combo jetzt mit „Bomb Romantics“ zurückmeldet. Nachdem die 17-jährige Laufzeit des ursprünglichen Verlagsvertrages ausgelaufen und ihnen bewusst geworden war, dass wieder alle Rechte an der Musik bei ihnen lagen, entschloss sich das Quartett, die Songs akribisch zu remastern und digital erneut zu veröffentlichen. Eines kann man schon mal ohne Übertreibung sagen: die Lieder sind bestens gealtert und besitzen immer noch jede Menge Energie und Temperament. Angefangen beim munteren Opener „Do I Have Your Attention?“, der einfach mitreißend ist und lasst es euch gesagt sein: wer diesem Album nicht seine Aufmerksamkeit schenkt, verpasst etwas! „Opportunity Knocks“ übernimmt nämlich mit jeder Menge Groove und beweist, dass es für den nötigen Drive nicht unbedingt einen Bass braucht. Die Single-Auskopplung „In Fiction“ hebt sich in seiner etwas zurückhaltenderen Art ein wenig von den übrigen elf Tracks (Nr. 13 geht noch mal seinen ganz eigenen Weg) ab, präsentiert sich mit seinem rhythmusbetonten Sound jedoch nicht weniger hörenswert. „Can I Unwind?“ bittet derweil in bester Indie-Schrammel-Manier auf den Dancefloor, wo sich auch das coole „Say Yes“ äußerst wohlfühlt. Überhaupt steckt die Platte voller Bewegungsgaranten; „Want x 3“ und „Shannon“ sind solche temporeichen Vertreter und auch „World Class Traveler“ geht ruckzuck auf die Hüften. Von jeher zählte das charmante „How We Were Eaten by Wild Animals“ zu den Publikumslieblingen, O Passionate One“ weiß jedoch mit einem Hauch Exotik im Timbre ebenfalls zu gefallen und dank „Untoward Behaviour“ eine Spur bluesiger ausfällt und es am Ende gar noch einen folkigen Moment mit dem akustischen „Hey Girl!“ gibt.

Dass Mr. Kapranos sich von THE BLOOD ARM begeistert, ist gar nicht so überraschend, denn die Musik der beiden Bands weist durchaus Parallelen auf. Fans der Schotten werden entsprechend auch bei „Bomb Romantics“ auf ihre Kosten kommen.

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