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THE BLOODSTRINGS - Heartache Radio

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Artist THE BLOODSTRINGS
Title Heartache Radio
Homepage THE BLOODSTRINGS
Label DACKELTON RECORDS
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Lasst euch von den perlenden Pianoklängen des Intros nicht täuschen: THE BLOODSTRINGS aus Aachen machen immer noch Punkabilly und sind auch mit „Heartache Radio“ weit davon entfernt, leise Hintergrundmusik zu servieren. Allerdings sind Zombies und Dämonen politischen, sozialkritischen und antisexistischen Themen gewichen. 2013 gegründet, folgte 2014 das Langspiel-Debüt „Coalblack Heart“ und 2017 das Album „Born Sick“. Vor zwei Jahren legten Sängerin Celina, Bassist Nick, Gitarrist Manni und Drummer Patrick nach zahllosen Gigs die EP „A Part“ nach und ließen erstmals auch Pop-Punk und Indie in die sonst so harte Mucke einfließen. Diesen Trend setzt die Langrille „Heartache Radio“ energiegeladen fort.

Man könnte die 13 Songs fast als Radioplaylist betrachten, die der Vierer nutzt, um sein Herz auszuschütten. Blitzschnell geht es da mit „Burning Hearts“ zur Sache und auch der Titeltrack „Heartache Radio“ lässt nichts anbrennen, präsentiert sich gleichzeitig aber auch außerordentlich tiefenentspannt. Hochenergetisch übernehmen „Don’t Die“ und „The Bottle Talking“, ehe „Colorblind“ in die Vollen geht und es das temperamentvolle „Noone Makes It Out Belive“ mitsamt Kontrabass und Posaune ein wenig ruhiger angehen lässt. Wobei ‚ruhiger‘ bei den BLOODSTRINGS relativ ist und so geht es mit „Bottom View“ auch gleich wieder ab durch die Mitte. Dank „Shut Your Face“ ist Gitarren-Highspeed angesagt, der abrupt endet und unvermittelt mit dem deutschsprachigen „Ich hab’s schonmal gesagt“ seine nicht minder treibende Fortsetzung findet. „Sparks“ sorgt derweil für einen lebhaften Indie-Moment und „Love’s Labor’s Lost“ sorgt für eine weitere Pogo-Gelegenheit. „Heavy Cross“ drosselt zwar das Tempo, kommt dafür jedoch eine Spur härter daher und zählt zu meinen Favoriten der Platte. Der „Short Way Down“ setzt den Weg währenddessen in maximaler Punkabilly-Geschwindigkeit fort, bevor der Epilogue ebenfalls am Klavier von Celina Baluch vorgetragen wird.

Produziert wurde „Heartache Radio“ übrigens im Münsteraner Heavy Kranich Studio von den DONOTS. Hier und da hört man den Einfluss der Jungs aus Ibb-Town durchaus raus; der dezente Stilwechsel der Aachener ist aber zweifellos nicht negativ und beweist nur, dass sich THE BLOODSTRINGS neben ihrem unverkennbaren Sound als Punkrock-Wut und Rock’n’Roll-Leichtigkeit auch noch weiterzuentwickeln wissen, was insbesondere in Sachen Lyrics positiv zu bewerten ist.

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