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THE BLUE POETS - All It Takes

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Artist THE BLUE POETS
Title All It Takes
Homepage THE BLUE POETS
Label TRIPLE COIL MUSIC
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„Al It takes“ ist das neue Werk von THE BLUES POETS, der Hamburger Blues-Formation um ERRORHEAD-Mastermind und Ausnahmegitarrist Marcus Nepomuc Deml. Auf dem Zettel haben er und seine Mannen Gordon Grey (Vocals), Felix Dehmel (Drums) und Phil Steen (Bass) heavybluesgetränkte Rockmusik, die aus den Seveneties zu kommen scheint und mit der sie sich musikalisch über Sehnsucht, Schmerz und Weltgeschehen auslassen.

Die 2015 gegründeten THE BLUE POETS sind kein Hochglanz-Blues Rock-Produkt, vielmehr zelebriert der Vierer seinen ganz eigenen Style mit packenden Song-Performances und einer unter die Haut gehender Gitarre. Greys raues Timbre verleiht selbst den sensibelsten Momenten die Atmosphäre einer unbeleuchteten Straße in einem sozialen Brennpunkt, während die Rhythmus-Sektion mehr als das notwendige Fundament bietet. Deml strahlt über die gesamte Platte mit seinem eigenen Ton und einer lockeren Virtuosität, welche weltweit ihresgleichen sucht. Bewaffnet mit lediglich einer Stratocaster, einem Marshall und seinem Signature „Sweet Elephant“ Overdrive wird wieder klar, dass der Ton doch aus den Fingern kommt. Ob beim Riffing des Titeltracks „All It Takes“ oder dem dreiminütigen Solo des nachdenklichen „Crawling“ – der gebürtige Prager und Weltenbummler schafft es immer wieder, eine beeindruckende Geschichte mit seiner Gitarre zu erzählen. Hier ist es die Chancenlosigkeit sozialer Herkunft, während der temperamentvolle Opener „Angry Man“ die gesellschaftliche Wut, mit welcher wir tagtäglich konfrontiert werden, thematisiert. Mit viel Drive und Humor setzt sich „Cyber Love“ mit der Liebe im digitalen Zeitalter auseinander, ehe das hochemotionale „The Day“ den Umgang mit der eigenen Endlichkeit hinterfragt. Derweil kriecht „Been Here Too Long“ wie selbstverständlich ins Hirn und wenn „Bad News“ so leidenschaftlich vorgetragen werden wie bei den BLUE POETS, verlieren sie eindeutig an Schrecken. Und auch „Could Have Lived“ und „Mind Your Own Business“ lassen mit ihren dynamischen Blues-Tonfolgen die Herzen der Zwölf-Takter hochschlagen.

Insofern haben THE BLUE POETS auf ihrer zweiten Langrille alles richtig gemacht. Der Sound auf „All It Takes“ kommt angenehm unverkrampft, sehr organisch und geprägt von einer enormen Spielfreude und einem handwerklichen Können daher, das über jeden Zweifel erhaben ist.

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