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THE BOYS YOU KNOW - Two Lines That Never Touch

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THE BOYS YOU KNOW
Artist THE BOYS YOU KNOW
Title Two Lines That Never Touch
Homepage THE BOYS YOU KNOW
Label WOHNZIMMER RECORDS
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Bislang sind mir THE BOYS YOU KNOW, die ihren aktuellen Wohnort auf Facebook mit Wien, Barcelona und New York angeben, nicht untergekommen. Wenn man den Presseinfos allerdings glauben darf, hat der Sechser bislang Musik gemacht, die im amerikanischen Indie der Neunziger verwurzelt war und Vergleiche mit PAVEMENT und den LEMONHEADS gesucht hat. Im vergangenen Jahr hat man zudem für DINOSAUR JR. und die PIXIES live eröffnet. Dieser Tage brechen TBYK allerdings mit ihrem bisherigen Stil und zeigen sich auf „Two Lines That Never Touch“ auch von modernem Americana Folk und World Music beeinflusst.

Dabei kommt der Opener „Already Dead“ zunächst einmal sehr forsch daher – was aber keinesfalls von Nachteil ist. Es geht um Liebe und Tod, das Leben und die damit verbundenen Probleme: schön, wenn Melancholie sich auch mal temperamentvoll präsentiert. Das nachfolgende „Hannah“ verweist dann in der Tat auch auf ein Quäntchen Americana, ehe „A Song For A Failure“ beschwingt übernimmt und „Another Year“ und „Hide And Seek“ leisere Töne anschlagen. Mit reduzierten Mitteln sorgt „You And Your Arcade Fire“ für ein gerüttelt Maß an Dramatik, bevor „Avery“ mit schrammelnden Gitarren wieder Fahrt aufnimmt. „The First“ lässt es im Anschluss langsamer angehen, während das akustische „Sant Marti“ mit PAENDA nicht nur einen Gast, sondern weiblichen Gesang und schwermütiges Gebläse ins Spiel bringt. Bleibt noch „Barcelona“, das live in Wien eingespielt wurde – auch eine Form von Globalisierung, die in diesem speziellen Fall eindeutig auch sehr wünschenswert ist.

Die zehn Songs auf „Two Lines That Never Touch“ wurden im Laufe von zwei jahren auf Santorin und in Barcelona geschrieben. Stilistisch sind zweifellos Einflüsse von NEIL YOUNG, DAVID BOWIE, BON IVER und BEIRUT erkennbar. Gleichzeitig kochen THE BOYS YOU KNOW aber auch ihr ganz eigenes Süppchen, das sich hören lassen kann.

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