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THE BRAVERY - The Sun and the Moon

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Artist THE BRAVERY
Title The Sun and the Moon
Homepage THE BRAVERY
Label ISLAND RECORDS
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Die New Yorker THE BRAVERY sind durch eins der härtesten Stahlbäder gewatet, das junge Bands ereilen kann: Sie fungierten als Opener der DEPECHE MODE-Eurotour 2006 und mussten demnach Abend für Abend vor einem extrem kritischen Publikum anspielen. Einmal, in Estland, auch vor mir, was sie augenscheinlich gut überstanden haben. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt erreichten sie immerhin Platz 5 in den englischen Charts, die traditionell ein Herz für „The“-Kapellen besitzen. 2 Jahre später gibt man sich deutlich gereifter, mit Produzent Brendan O’Brian (u.a. NEIL YOUNG) wurde unermüdlich an den Songs gefeit, die im Vergleich zum Vorgänger ein gutes Stück Elektronik eingebüßt haben. Für mich persönlich schade, doch die neuen Elemente wie Streicher und Orgeln können das aus Albumlänge problemlos kompensieren. 12 Tracks bei 39 Minuten deuten eh auf eine gewisse Unbekümmertheit hin.

Die Vergleiche mit den STROKES werden sicher nicht in die ewigen Redaktionsjagdgründe eingehen, doch bereits der Quasi-Opener „Believe“ bietet neben mundgerechter Melancholie auch ordentliches Gitarrengegniedel, eine Prise STONES inklusive. „This is not the End“ fährt die bereits angesprochenen Streicher auf, um eine 80er Hymne mit ordentliches Pathos abzuschmecken, danach wirkt der Uptempo Hit „Every Word is a Knife in my Ear“ geradezu befreiend. „Bad Sun“ mäandert zwischen unbedarfter Pfeiferei und wavigen Gitarrenläufen hin und her, bei den „Mutigen“ funktioniert das tatsächlich. „Tragedy Bound“ ist der heimelige Lagerfeuer-Romantik-Track, „Fistful of Sand“ kreuzt die BEATLES mit TEARS FOR FEARS, mit „Angelina“ darf eine Ode an die Weiblichkeit nicht fehlen. „The Ocean“ bietet zum Ende Countryeskes. Mein Liebling ist allerdings das leicht weinerliche (und durchaus an THE CURE gemahnende) „Split me wide open“. Yeah Retro do it to me!

Im Indie Gemischwarenhandel wird ein breites Sortiment aufgefahren, um junge Rotzlöffel wie alte Hasen zufrieden zu stellen. Und trotz der teilweise altbekannten Zutaten müffelt hier nichts, wobei die Stücke sicher und gerade auch live funktionieren werden. THE BRAVERY bleiben über alle Genregrenzen spannend!

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