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THE BREATH OF LIFE - Whispering Fields

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Artist THE BREATH OF LIFE
Title Whispering Fields
Homepage THE BREATH OF LIFE
Label DANSE MACABRE
Leserbewertung
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5.2/10 (6 Bewertungen)

Da sind sie also wieder, die altgedienten Goth-Rock-Urgesteine THE BREATH OF LIFE aus Belgien. Seit mehr als 25 Jahren laden sie die gotische Gemeinde in ihr düsteres Reich und präsentieren nach mehrjähriger Pause mit „Whispering Fields“ ich achtes Opus. Neuerdings gibt’s bei den emotionsgeladenen Dunkelrockern gar einen Drummer aus Fleisch und Blut, der auf den Namen Marc Haerden hört, leider ist das auch schon so ziemlich die einzige Neuerung…

Der Sound hätte für meinen Geschmack auf jeden Fall eine kleine Modernisierung erfahren dürfen, insbesondere was den sirenenartigen Gesang von Fronterin Isabelle Dekeyser angeht. Vor ein paar Jahren war dieses divenmäßige Geknödel ja mal sehr angesagt, ich erinnere an WITHIN TEMPTATION oder NIGHTWISH, die mir schon zu ihren Hochzeiten nach ein paar Songs auf den Sender gingen. Ähnlich verhält es sich auch mit „Whispering Fields“. Zu Beginn lässt sich das Ganze noch ganz erträglich an: „The Dark Side“ eröffnet den melancholischen Reigen zunächst einmal mit hypnotischen Langäxten und der zu erwartenden dunklen Stimmung, auch die Vocals nehme ich anfangs unvoreingenommen zur Kenntnis, doch spätestens bei Song No. 3, der den Titel „Cutting Wings“ trägt, hilft auch die leichte Variation der Geschwindigkeit nicht mehr. Zu viel ist zu viel. Zu viel Pathos, zu viel Möchtegern-Oper und eindeutig zu wenig Abwechslung. Da mag „Holy Shrine“ geheimnisvoll wirken sollen, führt bei mir aber nur zu einem müden Gähnen und auch „To The Wild“ ist alles andere als wild, sondern nicht viel mehr als beliebiges Klaviergeklimper mit ein bisschen Synthie-Einerlei. In diesem Sinne schließen sich auch die übrigen Tracks an, denen als Bonus noch zwei Versionen des Band-Klassikers „Nasty Could“ folgen. Sowohl die 2012er Ausgabe als auch die Akustik-Umsetzung zählen dabei zu den Highlights der Platte, vielleicht wäre es besser gewesen, wenn THE BREATH OF LIFE sich auf eine Bearbeitung alter Songs beschränkt hätten, die dann auf einem Best-of-Album hätten erscheinen können.

Wer allerdings auf das Oldschool-Gejaule steht, darf mich gern für meine Worte hassen und „Whispering Fields“ lieben. Traditionalisten, die sich gern auf bekannten Terrrain bewegen und denen eine weibliche Stimme gar nicht zu hoch und säuselnd sein kann, kommen hier voll auf ihre Kosten.

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