| Artist | THE BURNING FLAGS |
| Title | Pathways |
| Homepage | THE BURNING FLAGS |
| Label | NOISE APPEAL RECORDS |
| Leserbewertung |
„Pathways“ ist das zweite Album der österreichischen Punk-/Alternative-Kapelle THE BURNING FLAGS. 2019 wurde die Combo in Graz gegründet, damals hieß sie noch CHRIS MAGERL & THE BURNING FLAGS, Chris Magerl ist als Sänger und Gitarrist zwar noch am Start, aber er hat wohl begriffen, dass THE BURNING FLAGS einfach ein bisschen cooler klingt. Außerdem sind mit von der Partie: Alexander Hitthaler (Gitarre & Backing Vocals), Alexandra Karner (Keys), Bernhard Friedl (Bass & Backing Vocals) und Sep Stadtegger (Schlagzeug). 2021 ist das Debüt „Sand Timer“ erschienen, jetzt legen sie also mit neuem Material nach.
„Pathways“ beginnt mit dem eröffnenden „Rest of Our Lives“ dann auch durchaus knackig. Der Sänger verfügt über ein wunderbar kratziges Organ und auch die Kolleg:innen an den Instrumenten verstehen ihr Handwerk, weshalb auch das nachfolgende „A New King“ (die aktuelle Singleauskopplung) mit viel Wumms in den Gehörgängen ankommt. Mit „Figures In a Diner“ geht es das Quintett zunächst ein wenig ruhiger an, findet dann aber zur krachenden Ruppigkeit zurück. Inspiriert wurde die Band bei diesem Song übrigens von Edward Hoppers Bild „Nighthawks“. „Breathe Underwater“ lässt nichts anbrennen, ehe „Beyond The End of Her Street“ ein wenig kuscheliger daherkommt und das energiegeladene „Back To Life“ zum Mitgrölen inspiriert. Derweil steigt „Hyperthermia“ aufs Gas, während das empathische „Legacy“ die Pop-Punk-Karte spielt und „Mistaken“ beweist, dass die Ösis auch eine weiche Seite haben, die sie mit einen gehörigen Portion Opulenz ausleben. Auf der Zielgeraden wird dann mit „Thicken Skin“ aber wieder punkig gerockt, bevor die Musik nach knapp 35 Minuten abrupt endet.
„Pathways“ ist solide Hausmannskost, die von den BURNING FLAGS schmackhaft kredenzt wird. In ähnlicher Weise hat man derlei Mucke natürlich schon einige Male gehört, doch die Truppe ist erkennbar mit Herzblut bei der Sache und stellt sich auf keinen Fall provinziell an. Hätte ich es nicht besser gewusst, hätte ich THE BURNING FLAGS zweifellos nach Great Britain verortet.

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