Band Filter

THE CALM GREY - In Between Sadness

VN:F [1.9.22_1171]
Artist THE CALM GREY
Title In Between Sadness
Homepage THE CALM GREY
Label ENDEARING RECORDS
Leserbewertung
VN:F [1.9.22_1171]
0.0/10 (0 Bewertungen)

Das ging ja fix, kaum ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Erstlingswerks „Niemals Genug“ gaben Mirco Rappsilber und Rio Black mit der Single „Leaving The Flat“ im Januar einen kleinen Ausblick auf das nun erschienene Album „In Between Sadness“. So ganz nebenbei erklomm der Song die Spitze der Deutschen Alternativ Charts und das ist ein beachtlicher Erfolg des Duos. Da ist die Erwartungshaltung an den Nachfolger des Debüts umso größer, wenn die erste Auskopplung schon so gut funktioniert.

Auch als Opener dieser Veröffentlichung ist es ein guter, wenn auch emotionaler Einstieg in den neuen musikalischen Output des Post-Punk-Zweiers. Das darauffolgende „These Grey Alleys“ steht dem in nichts nach, der Song taugt genauso als Single und würde auch in den Clubs funktionieren. Und da wurde schon vorgesorgt: Kein geringerer als Per-Anders Kurenbach – mit dem man schon beim ersten Album zusammengearbeitet hat – legte noch einmal Hand an und fertigte zusätzlich für diesen Longplayer einen Remix, der jetzt in jeder Düsterdisco aus den Boxen schallen kann. Das gleiche trifft auch für „Tropfen“ zu, der mit seinen EBM-Strukturen und deutschem Text etwas aus dem Albumkonzept heraussticht, aber die Gothics auf die Tanzfläche locken könnte. Keine Angst, es ist keine Veröffentlichung mit Dance-Tracks geworden, denn Trauer, Schmerz und persönliche Verluste sind der Stoff, der mit dieser Platte verarbeitet wird und das mit einer Wucht, die einen fesselt und zum Zuhören zwingt. Das fällt leicht, denn es passt alles zusammen: die Instrumentierung von Mirco und besonders die angenehme Stimme von Rio – ja er klingt in einigen Passagen nach Robert Smith (THE CURE), ist ja beim Vorgänger nicht anders gewesen. Die Passion der beiden geht sogar soweit, dass „No Room“ auch von den Briten selbst hätte stammen können.

Mit „In Between Sadness“ haben mich die beiden mit ihrem New-Wave- und Post-Punk-Sound wieder einmal angenehm überrascht. Während andere Bands – auch längst etablierte – bei ihrer zweiten Veröffentlichung nicht mehr ganz den Schwung und die Qualität des Debüts auf Konserve bannen konnten, gelingt es THE CALM GREY mit Leichtigkeit. Mir hat „Niemals Genug“ schon gefallen, aber hier gibt es noch einmal eine Steigerung – Songmäßig, wie auch produktionstechnisch. Leider ist das Album recht kurz geraten: nur acht Songs, da ist man anderes gewöhnt. Aber ich sehe es positiv: „In Between Sadness“ ist eben auf seine Art komprimiert und genau auf den Punkt. Einfach mal bei Bandcamp vorbeischauen und die limitierten, schönen Vinyls ordern oder wer es mag, auch die CD und das zu einem fairen Preis.

Es ist noch kein Kommentar vorhanden.

Hinterlassen Sie einen Kommentar.

THE CALM GREY - Weitere Rezensionen

Mehr zu THE CALM GREY