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THE COLD - Last Embrace

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Artist THE COLD
Title Last Embrace
Homepage THE COLD
Label ALICE IN…
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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6.5/10 (4 Bewertungen)

Die Frankfurter THE COLD haben nach ziemlich langer Abwesenheit ein neues Album herausgebracht. Und bei „The Last Embrace“ wird mir auch gleich ganz warm ums Herz, denn die kühlen Hessen schaffen es, Post Punk, Wave, altmodischen Goth und etwas Indie zu einer richtig stimmigen Sache zu verquirlen. So, aber jetzt erstmal den Mixer aus, damit ich Euch siedend heiß die Einzelheiten servieren kann!

Während der Opener „Profane Advice“ sofort starke Assoziationen an JOY DIVISION erweckt, erinnern einige der weiteren Songs, wie z.B. das langsame und verträumte „Farewell“ auch an THE CURE. Auch Einflüsse von THE CHAMELEONS scheinen generell deutlich hörbar. Dabei schaffen THE COLD es ganz wunderbar, eine Brücke zu schlagen zwischen dem traditionellen Post Punk- und Wave-Sound von vor ungefähr 30 Jahren, und moderneren Elementen. Die solide Produktion und das harmonische Klangbild sind sehr weich im Vergleich zu den musikalischen Vorbildern der Band. Das steht „The Last Embrace“ wiederum sehr gut, da es den schweren, melancholischen Stil der Frankfurter etwas leichter und verspielter macht, wie zum Beispiel bei „Seaside Vacancy“.

Angenehm fällt dabei auf, dass alle Songs ein treibendes Element beinhalten, so dass ein gewisses Tempo und eine interessante innere Unruhe aufkommen. Die eher hellen Gitarren gepaart mit der ansprechend dunklen, aber sehr jungenhaften Stimmfarbe von Sänger Uwe bringen Kontraste mit sich, deren Erforschung sich durchaus lohnt. „I Don’t Wanna“ verkörpert Wut und Melancholie zugleich, hat aber trotzdem eine tanzbare Leichtigkeit inne. Insgesamt lebt „The Last Embrace“ ebenso sehr von seinen Details wie von Homogenität und Einfühlsamkeit. Übrigens ist hier auch ein PINK FLOYD-Cover geschickt verarbeitet worden – eine Aufgabe, an die sich nicht jeder heranwagen sollte, die THE COLD aber problemlos bewältigen.

Insgesamt muss ich sagen, dass „Last Embrace“ eine dieser Scheiben ist, mit denen man nichts falsch machen kann. Ein grundsolides Werk, an dem man sich nicht so schnell leid hört, welches aber definitiv eine „bestimmte“ Atmosphäre erschafft. Ein richtiger schwarzer Diamant, auf den man sich bloß ein wenig einstellen muss, um das Funkeln wirklich genießen zu können. Nur eine Bitte habe ich: Jungs, wartet mit dem nächsten Album nicht wieder fünf Jahre!

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