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THE CRÜXSHADOWS/ THE DREAMSIDE/ PARALYSED AGE/ THOU SHALT NOT - Vier Factor (Vier Singles)

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Artist THE CRÜXSHADOWS/ THE DREAMSIDE/ PARALYSED AGE/ THOU SHALT NOT
Title Vier Factor (Vier Singles)
Homepage THE CRÜXSHADOWS/ THE DREAMSIDE/ PARALYSED AGE/ THOU SHALT NOT
Label DANCING FERRET
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Im kaum zu überblickenden Angebotsdschungel des derzeitigen Musikmarkts lassen sich alle Fragen rund um eine neue Veröffentlichung zu einer einzigen konzentrieren: Muss man diese Scheibe haben oder nicht? Mal sehen, wie das bei dem Sampler mit vier Singles vier verschiedener Bands aussieht, welche jeweils vier Songs haben und auf „Vier Factor“ zusammengefasst wurden.

THE CRÜXSHADOWS wollen druckvollen Synthiepop spielen, doch ihr Beitrag „Return“ ist etwas schwach um die Brust. Die Remixbilanz fällt derweil 1:1 unentschieden aus: ADVENT SLEEP wiegen einen mit ihrer uninspirierten Bearbeitung in das Land der Träume, während NEUROTICFISH daraus einen schmackhaften Acidtrack basteln. Dass die mit einem MASSSIVE ATTACK Sample unterlegte Gary Numan/OMD-Hommage „Dream yourself awake“ exklusiv auf dieser Single erscheinen soll, kann ja wohl keiner ernsthaft glauben, denn das ist ein veritabler Hit und der beste Song hier. Kann man haben.

THE DREAMSIDE haben sich noch nicht ganz entschieden, wo sie nun hinwollen, ins Mittelalter, zu den Rittern und Feen oder voll in die Gegenwart zu der umwerfenden Amy Lee von EVANESCENCE. So schwankt ihre Veröffentlichung „Somewhere Before“ unsicher zwischen diesen Extremen, obwohl nichts hier wirklich schlecht ist. Muss man nicht haben.

Gemeinsam ist man stärker und als wären sie tatsächlich Allianz-versichert lächeln PARALYSED AGE so quickfidel und musikantenstadel-mäßig vom Pressefoto, dass man einfach zurücklächeln muss. Ihr eher dahingehauchter als unter Schmerzen geborener Gothic-Pop wird die Welt nicht ändern, doch wer nach dem balearischen Abenteuer von Robert „Technohead“ Smith gerade genug hat von THE CURE kann mal reinhören. Unfassbar hingegen, wie es Andrew Sega von IRIS gelungen ist, den track „Berenice“ zu einem schweissgebadeten Fiebertraum aus Beats und Harmonien umzuwandeln. Muss man haben.

Alexx Reed, Aaron Fuleki und Jeremy Long nennen sich THOU SHALT NOT, aber man sollte sehr wohl und zwar zugreifen bei „Cardinal Directions“, welches den starken Titeltrack zu bieten hat, der eigentlich demnächst in jedem guten Club laufen sollte und „100 Generations“, ein Song, der von seinem Kontrast aus dezenter Elektronik und einem unmissverständlichen und deswegen an der Grenze zum Banalen balancierenden Text lebt: „Mothers kill your daughters/Fathers kill your sons/Let the world be smothered/Till all the killing’s done“. Sollte man haben.

Unterm Strich sollte man hier also zugreifen. Keine schlechte Ausbeute für ein Label, von dem ich ehrlich gestanden noch nie etwas vernommen hatte. Das wird sich jetzt ändern, denn von so manchen Akteuren wird man in der Zukunft wohl noch einiges hören. Für Dancing Ferret ist die Richtung also klar: Nach vorne.

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