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THE CRÜXSHADOWS - Fortress in Flames

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Artist THE CRÜXSHADOWS
Title Fortress in Flames
Homepage THE CRÜXSHADOWS
Label DANCING FERRET
Leserbewertung
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7.0/10 (1 Bewertungen)

CRÜXSHADOWS-Festtage beim Terrorverlag: Neben dem Live-Bericht aus Bielefeld und dem Vor-Ort-Interview gibt es natürlich auch Substanzielles, die neue EP der Amerikaner. Wobei EP mal wieder arg untertrieben klingt, denn es befinden sich immerhin 76 Minuten Musik auf dem Silberling. Ähnlich war es ja auch schon mit der „Frozen Embers“-EP, welche den letzten Longplayer einläutete. Wie Rogue uns im Interview verriet, hält er es für enorm wichtig, jedes Jahr mit einem neuen Release aufwarten zu können, um die Fans bei Laune zu halten. Der „Ethernaut“-Nachfolger und wahrscheinlich auch eine DVD sind allerdings erst im Frühjahr 2005 zu erwarten. Bis dahin unterhalten die 3 neuen Stücke plus 11 Bearbeitungen/ Remixe allerdings größtenteils vorzüglich.

Wobei der eigentliche Titeltrack „Fortress“ etwas verschämt im hinteren Drittel der CD platziert wurde, während man dem flotten „Dragonfly“ als Opener offenbar mehr Potenzial zutraut. Bei dieser neuen Ode fällt der gesteigerte Anteil von Future Pop-Einflüssen auf, aber auch die relative Ähnlichkeit so mancher „Crüxies-Songs“. Vielleicht kein Wunder bei diesem Fließbandoutput, dass nicht immer nur Highlights entstehen. „Dragonfly“ jedenfalls klingt wie eine Reprise alter Bandklassiker in Verbindung mit einem „entliehenen“ Keyboardthema der letzten MELOTRON-Scheibe. Dass Rogue sich mit deutschen Truppen gut versteht bzw. auskennt zeigt ja schon die Auswahl der geneigten Remixer. SUBWAY TO SALLY z.B. sind nicht gerade für Fremdbearbeitungen bekannt, umso interessierter leiht man hier sein Ohr. Eric und Co. machen aus dem Klassiker “Winterborn” mit Akustikgitarren und Dudelsäcken ein Mittelalter-kompatibles Stück und behalten vom Original eigentlich nur Rogues Gesang bei. Andere Knöpfchendreher bringen eine starke elektronische Betonung zu Tage, so wie man es bei Elektro Acts vom Schlage IRIS, ABSURD MINDS oder IN STRICT CONFIDENCE auch nicht anders erwarten durfte. Gerade IRIS überraschen mit einer doch sehr flotten Version von „Citadel“, man selber geht ja meistens eher gefühlig vor. „Citadel“ befindet sich übrigens genau wie „Cassandra“ und „Love and Hatred“ gleich mehrfach auf der Scheibe. Zudem haben sich die Amis selbst an neuen Versionen ihrer Stücke versucht, wobei besonders „Flames“ in der „Deconstructed Redux“-Fassung überzeugt. „Fortress“ hingegen setzt als ruhiges und eher unspektakuläres Stück auf die „Go away“-Schiene.

Quantitativ überzeugt dieser neue Output der „Grufti-Darlings“ zu jeder Zeit, an dem erstmals der neue Gitarrist George partizipierte und wo die Stammtänzerin Jessica ein hübsches Amazonen-Covergirl abgibt. Qualitativ sind sehr viele der Remixe gelungen bis spannend, können die Originale in einen neuen Kontext setzen. Aber die drei Eigenkompositionen sind nicht mehr als Durchschnitt, von daher würde ich vor dem nächsten Songwriting-Prozess mal eine Bündelung der Kreativkräfte vorschlagen.

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