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THE DARK UNSPOKEN - Fallen Demon e.p.

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Artist THE DARK UNSPOKEN
Title Fallen Demon e.p.
Homepage THE DARK UNSPOKEN
Label EIGENPRODUKTION/ RAT REC.
Leserbewertung
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8.3/10 (3 Bewertungen)

Wer sich in Ostwestfalens schwarzer Szene auskennt, weiß, dass es sich bei dieser Gegend um eine „gruftige“ Hochburg handelt, ob es nun um Örtlichkeiten geht oder aber Bands. Ein Projekt dieser Musikrichtung ist THE DARK UNSPOKEN, welches aus dem nahegelegenen Lemgo stammt und von einem einzigen Künstler namens Darkun ins Leben gerufen wurde. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen hat der gute Mann in der Vergangenheit seit 1997 bereits vorgelegt und nun liegt die soeben erschienene MCD „Fallen Demon E.P.“ vor mir. Texte und Musik wurden auch hier wieder im Alleingang entworfen, Ergebnis: 5 tanzbare Synthesen der verschiedensten Musikrichtungen. Ein Mix aus EBM, Dark Wave und ein wenig Gothic gibt jedem Song eine besondere Persönlichkeit. Die Lyrics beschäftigen sich mit dem Widerspruch „Mensch/ Natur“, dem Irrsinn der Kirche und anderen bewegenden Themen.

Das Cover zeigt eine dunkel-schwarz-blau gehaltene Maske mit einem helleren, schemenhaften Gesicht und gibt somit einen Vorgeschmack auf das, was da kommen mag. Klappt man das Cover dann auf, thront der folgende Satz wie eingemeißelt im Innern: „These Things must not die… unspoken“. Und genau „these things“ bearbeitet Darkun eindrucksvoll in seinen Texten und untermalt sie mit gut anhörbarem Dark-Electro. „Step by Step“ beginnt mit einer einprägsamen Melodie, die dann und wann von hellen Synthesizerklängen unterbrochen wird. Musikalisch erinnert mich dieser Song etwas an die frühen SISTERS OF MERCY-Sachen, bei denen die sogenannten Grufties auf den Tanzflächen „vor“ und „zurück“ schwebten. Nach einiger Zeit wird das Lied schneller und entwickelt einen gewissen Ohrwurmcharakter. „Fallen Demon“ fällt zunächst in die Sparte „sanfter Synthie Pop“, schnell jedoch übernehmen dunkle Töne das Kommando und Darkun unterlegt ihn dazu mit seinem dunkel vibrierenden Timbre. „Never Pray“ startet mit deutschem Text und einer einprägsamen Melodie, um dann schnell wieder ins Dunkel abzutauchen, jedoch lässt das Stück im Refrain wieder ein paar Sonnenstrahlen durch. Achtet man auf den Text, erfährt man von den Wirren der Glaubensgemeinschaften und der damit verbundenen menschlichen Konfusion. „Visions Deceased“ ist gleich zweimal auf der MCD vertreten. Einmal in der Crunch Version und einmal im MENICHAL SERVANTS-Remix. Dieser Track überzeugt mit feinsten Dark Wave-Elementen und legt mit fortschreitender Laufzeit ein beachtliches Tempo hin. Im ersten Mix wirkt das Ganze sehr powervoll und im zweiten eher ruhig.

Alles in allem eine sehr abwechslungsreiche MCD von ordentlicher Qualität, die Hirn UND Tanzbeine anspricht und die hiesige Szene qualitativ gut ergänzt!

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