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THE DARKNESS - Motorheart

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Artist THE DARKNESS
Title Motorheart
Homepage THE DARKNESS
Label COOKING VINYL
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Charakteristisch für die britische Glam-Rock-Band THE DARKNESS war stets der Eierkneifer-Gesang ihres Sängers Justin Hawkins. Daran hat sich auch anno 2021 mit dem siebten Studio-Album „Motorheart“ nichts geändert. Ganz selbstverständlich ist das nicht, denn Justin hat die 2000 gegründeten THE DARKNESS 2006 aufgrund von Alkohol- und Drogenproblemen verlassen, was auch zur Auflösung der Kapelle führte. 2011 gab es eine Reunion, mit der die Herrschaften zwar nicht an den Erfolg ihres 2003er Debüts „Permission To Land“ (rund 2 Millionen verkaufte Einheiten) herankamen, sich seither jedoch ganz wacker geschlagen haben.

Was erwartet die geneigte Hörerschaft auf „Motorheart“? Beim Opener „Welcome Tae Glasgae“ zunächst einmal eine kleine Liebeserklärung an die größte Stadt Schottlands, bei der natürlich auch ein Dudelsack nicht fehlen darf, aber auch knackige Hard-Rock-Melodien auf dem Programm stehen. In diesem Sinne schließt sich auch das temperamentvolle „It’s Love, Jim“ an, bevor der blitzschnelle Titeltrack – mal abgesehen vom Falsettgesang – tatsächlich eine gewisse stilistische Nähe zu MOTÖRHEAD aufweist. Ob der Titel ein beabsichtigtes Wortspiel ist, vermag ich allerdings nicht zu sagen. Auf jeden Fall scheinen THE DARKNESS nur so vor Liebe zu strotzen, denn auch der Seventies-Rocker „The Power And The Glory of Love“ handelt von eben dieser. Mit „Jussy’s Girl“ geht es emotionsgeladen in die Achtziger und dank „Sticky Situations“ sind die Insulaner dann endgültig im schmachtenden Balladenkosmos angekommen. Das nachfolgende „Nobody Can See Me Cry“ lässt es erneut krachen und auch mit „Eastbound“ haben THE DARKNESS zackigen Glam Rock auf dem Zettel. Bleibt noch „Speed of The Nite Time“, das für einen coolen Abschluss sorgt und beweist, dass Mr. Hawkins durchaus auch in männlich dominierten Stimmlagen zuhause ist.

Alles in allem betrachtet, sollte man Justins hoher Kopfstimme gegenüber allerdings aufgeschlossen sein, sonst könnten die Vocals schnell anstrengend werden. Im Übrigen liefern THE DARKNESS mit „Motorheart“ soliden Glam Rock ab, der die Siebziger wiedererweckt und auch ein wenig Hairspray-Metal-Feeling verbreitet.

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