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THE DEAD SOUTH - Good Company

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Artist THE DEAD SOUTH
Title Good Company
Homepage THE DEAD SOUTH
Label DEVILDUCK RECORDS
Veröffentlichung ..
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THE DEAD SOUTH aus dem ländlichen Regina in Sakatchewan/Kanada werden die Reeperbahn vermutlich in guter Erinnerung haben. Im vergangenen September haben die vier Jungs, die bereits seit 15 Jahren zusammen Musik machen, dort beim Reeperbahn Festival gespielt und begeistert, um später noch mal im Schellfischposten bei INA MÜLLER vorbeizuschauen. Die quirlige Sängerin und Entertainerin hat es sich ja zur Aufgabe gemacht, immer wieder wunderbare Geheimtipps in die kleine Kiez-Pinte einzuladen und so durfte auch das Fernsehpublikum Bekanntschaft mit dem THE-DEAD-SOUTH-Südstaaten-Folk aus dem nördlichen Kanada machen.

Nun sind Folk bzw. Nu-Folk dieser Tage ziemlich angesagt, insbesondere in Amerika, doch diese Herrschaften sind noch mal etwas ganz besonderes. Wir haben es hier mit leidenschaftlichen Hilbillies zu tun, die mit mehrstimmigem Gesang, Gitarre, Banjo, Kick Drum, Mandoline und einem Cello, das als Bass gespielt wird, Bluegrass-Folk vom Feinsten machen. Im November letzten Jahres erschien ihr Debüt „Good Company“, das unbedingt Beachtung finden sollte, weil es sic h wirklich aus der Masse abhebt. Los geht’s mit den Highspeed-Banjos des Openers „Long Gone“, ehe das mehrstimmige „Achilles“ eine Spur getragener daherkommt und das rhythmusbetonte „The Recap“ mit dem Tempo spielt. Mein persönlicher Favorit ist „In Hell I’ll Be In Good Company“, das nur vordergründig abgeklärt wirkt und die Füße zum Wippen bringt. Direkt aus einem staubigen Provinz-Schuppen irgendwo im amerikanischen Nirgendwo scheinen die gut gelaunten Nummern  „Manly Way“ und „Travellin’ Man“ zu kommen. Ganz nach dem Motto: Samstagabend und  THE DEAD SOUTH spielen zum Tanz… Dazu erklingt zum Banjo wie bei „Honey You“ ein sehr präsentes Cello, bevor dank der „Ballad For Janowski“ auch mal leisere, ernstere Töne angeschlagen werden. Mit „Down That Road“ erhält das Ganze eine gewisse Dramatik, wohingegen „The Dead South“ erneut mit viel Speed in die Beine geht und „That Bastard Son“ mit temperamentvollen Melodien übernimmt. „Deep When The River’s High“ lässt Raum für das apokalyptische Streichinstrument, um schließlich mit „Into The Valley“ nachdenklich zu enden.

Gut, hierzulande wird die Roots-Bewegung nie amerikanische Ausmaße erleben, doch lohnt es sich, Augen und Ohren aufzuhalten, denn dann stößt man auf solche Perlen wie „Good Company“ von THE DEAD SOUTH, die ihre Hörer auf einen fröhlichen Bluegrass-Marsch durch ländliche Gefilde mitnehmen und dabei durchaus auch mal einen Blick in die Abgründe rechts und links des Weges werfen. Hoffentlich kommen die Hutträger bald mal wieder in unsere Ecke, wie wär’s beispielsweise mit der Reeperbahn?

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