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THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES - TRE

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Artist THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES
Title TRE
Homepage THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES
Label BLUES FOR THE RED SUN
Veröffentlichung ..
Leserbewertung
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10.0/10 (1 Bewertungen)

Der Schaffenszyklus scheint bei THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES auf zwei Jahre getaktet zu sein, denn nach dem 2015er Debüt „I“, erschien in 2017 Nummer „II“, auf die jetzt „TRE“ folgt. Für den Albumtitel haben sich Arnt Olaf Andersen (Gesang), Petter Svee (Gitarre), Torgeir Waldemar Engen (Gitarre), Kim Skaug (Bass) und Kenneth Simonsen (Drums) eine kleine Variation gegönnt und haben ihre jüngste Platte nicht einfach weiter mit römischen Zahlen durchnummeriert, sondern das norwegische Wort für „Drei“ gewählt, das gleichzeitig auch „Baum“ heißt.

Erdverwachsen und massiv wie ein Baum ist der Sound der Olsoer allemal und außerdem zutiefst im Blues verwurzelt. Ansonsten bleiben sie ihren Gewohnheiten treu und haben auch bei ihrem dritten Streich sechs Songs auf eine gute Dreiviertel Stunde Spielzeit verteilt. Was da schwer scheppernd, melodisch und roh aus den Boxen kommt, wird in aller Ausführlichkeit zelebriert und so wundert es nicht, dass gleich der Opener „Salt The Earth“ auf rund zwölf Minuten kommt und gleich einmal die ganze TDATAB-Bandbreite präsentiert, ehe „One For Sorrow“ mit feinem Groove übernimmt und das nachfolgende „Lay Down“ Köpfe zum Nicken und Füße zum Wippen bringt. „Heart of The Mountain“ setzt derweil auf grummelnde Heaviness in Slow-Motion, die langsam aber sicher ins Hirn kriecht und sich dort wohlig festbeißt, bevor das coole „No Man’s Land“ zum Tanze bittet und sich gleichzeitig für den Soundtrack des nächsten Quentin-Tarentino-Film empfiehlt. Bleibt noch das finale „Time Ruins Everything“, das sich etwa acht Minuten Zeit nimmt, um nach einem zart-verhaltenen Start im bluesigem Stoner-Gewand Adieu zu sagen.

Auch im zehnten Jahr ihres Bestehens zieht es THE DEVIL AND THE ALMIGHTY BLUES wieder zurück in die späten Sechziger und frühen Siebziger. Ihr Blues ist dabei vielleicht weniger hitzig als die Südstaaten-Variante, sondern mit einer nordischen Unterkühltheit gesegnet, die aus „TRE“ ein Blues-Album macht, das auch jedem Stoner-Fan das Herz aufgehen lässt.

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