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THE DEVIL’S BLOOD - The Graveyard Shuffle (Single)

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Artist THE DEVIL’S BLOOD
Title The Graveyard Shuffle (Single)
Homepage THE DEVIL’S BLOOD
Label VAN RECORDS
Leserbewertung
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7.5/10 (12 Bewertungen)

Es wird einem schon nicht immer leicht gemacht, da legt man eine 2-Track-7“ EP vor und erwartet dann vom Rezensenten eine – möglichst positive – Rückmeldung zur Musik. Nicht immer einfach, nach zwei Titeln auf die Güte einer Band zu schließen, aber THE DEVIL’S BLOOD machen mir es da glücklicherweise einfach. Die sind nämlich dermaßen grandios, eigentlich haben schon die ersten beiden Minuten der EP genügt, um meine Kinnlade auf der Tastatur aufschlagen zu lassen.

Als ich gestern Abend das erste Mal in die EP reingehört habe, war ich in weinseliger Laune, kann mich aber noch an die Hochstimmung erinnern, die mich erfasste, als ich eine kehlige Frauenstimme vernahm. „A Waxing Moon Over Babylon“ ist aber nicht nur aufgrund dessen ein beeindruckendes Erlebnis. Die typischen 70er Jahre Psychrock Gitarrenwälle tragen ganze Heerscharen von melodischen Saitenklängen, lassen feinste Keyboardtöne abperlen und die Zeit wie im Flug vergehen. Diese Art von Musik überträgt nicht nur Klänge, sondern auch ein Lebensgefühl, was man wohl irgendwann in den 60ern, 70ern gelebt hat. Dass THE DEVIL’S BLOOD dennoch kein Relikt aus dieser Zeit sind, beweisen sie mit ihrer ausgeprägteren Okkult-Rock-Orientierung und „komprimierteren“ Gangart. Langatmige Instrumentalsoli findet man weder auf „A Waxing Moon…“ noch auf der Titelgebenden Single „The Graveyard Shuffle“. Wobei letzterer, dank seiner rocklastigeren Inszenierung, sofort an unvergessene Größen wie LED ZEPPELIN, BLACK SABBATH & Co erinnert. Der harte Drumschlag lässt die Bassuntermalung hinter den fordernden, selten aufheulenden Gitarren schwinden, was in einem Dauerrefrain gipfelt, der den ohnehin überzeugenden Gesangseinsatz zu energischen Höchstleistungen trimmt.

Nun will ich ja ungern meine Seele feil bieten, aber der Debut-Longplayer von THE DEVIL’S BLOOD wird die Retro- und Okkultrockszene ordentlich auffrischen. Denn die Qualität dieser beiden Songs kann auch auf Strecke gehalten werden, davon kann sich jeder auf dem Myspace-Account der Band mittels weiterer Kompositionen überzeugen.

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